Kindsköpfe

Filmposter Kindsköpfe

4/10

Originaltitel: Grown Ups
USA | 2010 | 102 Min. | FSK: ab 0
Komödie
Regie: Dennis Dugan
Drehbuch: Adam Sandler, Fred Wolf
Besetzung: Adam Sandler, Kevin James, Chris Rock, David Spade, Rob Schneider, Salma Hayek, Maria Bello u.a.
Kinostart: 05.08.10
DVD/Blu-Ray VÖ: 21.01.11

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

1978 erlebt ein Basketballtrainer seinen ersten großen Sieg mit seiner bunt zusammengewürfelten Junior-Mannschaft. Anlässlich der Beerdigung des Coachs sehen sich die fünf Freunde nach über 30 Jahren wieder, die meisten mittlerweile mit Ehefrauen und Kindern. Das Treffen wird genutzt, um bei einem verlängerten Wochenende am See die guten alten Zeiten wieder aufleben zu lassen. Dabei gibt es nicht nur ein Wiedersehen mit den alten Gegnern von ´78, sondern auch weitere unverhoffte Gäste und so manche witzige Turbulenzen.

Wie ist der Film?

Beachtlich: „Kindsköpfe“ ist ein richtiger Allstar-Film; etwa das „Ocean’s 11“ der seichten Familien-Komödie. Mit dabei sind Adam Sandler und Kevin James – das wieder vereinte Traumpaar aus „Chuck und Larry“, außerdem Chris Rock („Dogma“) und die für nicht ganz so glorreiche Produktionen bekannten Clowns David Spade („Joe Dreck“) und, oh weh, Rob Schneider („Animal – Das Tier im Manne“). Weibliche Verstärkung erfolgt von einer immer noch umwerfenden Salma Hayek („Desperado“), der auch nicht zu verachtenden Maria Bello („Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers“) und der aus „Away We Go“ bekannten Maya Rudolph, die, als wäre es ihr Erfolgsgarant, schon wieder eine Schwangere spielt. Nun, wofür wurde diese stattliche Besetzung von Produzent Sandler versammelt? Antwort: Zum Herumalbern. Das war’s. Wirklich.

Die Handlung ist kaum mehr als ein Vorwand, damit sich die Stars mit einer Aneinanderreihung platter Gags die Kasse aufbessern können. „Kindsköpfe“ wirkt ein bisschen wie 100 Minuten Outtakes ohne den dazugehörigen Hauptfilm. Der Witz besteht hauptsächlich aus Slapstick der Marke „Torte ins Gesicht“ und gegenseitigem Dissen. Da diese teilweise schrecklich vorhersehbaren Witzeleien zunehmend den roten Faden ersetzen, wird es bald ärgerlich, obwohl nicht jeder Schuss danebengeht. Damit man den Film auch als „Film“ bezeichnen darf, gesellt sich zum humorigen Aspekt hin und wieder unglaubwürdige Gefühlsduselei, wo die Klischees sogar noch stärker vertreten sind. Das wechselt sich ab, bis nach dem obligatorischen Gut-gegen-Böse-Finale irgendwann der Abspann auftaucht und signalisiert, dass man nun gehen kann.

„Kindsköpfe“ von Regisseur Dennis Dugan („Leg dich nicht mit Zohan an“) ist ein aus Spaß gedrehtes Training für die Beteiligten, die weitgehend sich selbst spielen; eine Art unbeschwerte Überbrückung bis zum nächsten ernstzunehmenden Projekt. Der brauchbarste Teil dürfte die Thematisierung der verwöhnten Kinder von heute sein, die gar nicht mehr wissen, wie man draußen spielt. Doch ansonsten ist eher Fremdschämen angesagt, vor allem im Kino, wo sich die breite Masse über die Kalauer womöglich auch noch so richtig beömmelt. Einige Lacher hat die mit ein paar sexy Frauenkörpern gewürzte Wir-haben-Spaß-und-uns-ganz-doll-lieb-Leier durchaus zu bieten, doch muss man sich dafür wirklich vom Filmtitel angesprochen fühlen. Dem deutschen, nicht dem englischen. Wem’s gefällt…

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