Kong: Skull Island

Filmposter Kong: Skull Island

6.5/10

Originaltitel: Kong: Skull Island
USA | 2017 | 119 Min. | FSK: ab 12
Fantasy, Action, Abenteuer
Regie: Jordan Vogt-Roberts
Drehbuch: Dan Gilroy, Max Borenstein, Derek Connolly
Besetzung: Tom Hiddleston, Brie Larson, John Goodman u.a.
Kinostart: 09.03.17
DVD/Blu-Ray VÖ: 10.08.17

Links zum Film: IMDb | Wikipedia
Bilder © 2017 WARNER BROS. ENTERTAINMENT INC., LEGENDARY PICTURES PRODUCTIONS, LLC AND RATPAC-DUNE ENTERTAINMENT LLC. ALL RIGHTS RESERVED

Worum geht’s?

1972. Zwei Mitarbeiter der Regierungsorganisation Monarch arrangieren eine Expedition zu einer unerforschten Insel namens Skull Island. Ein Veteran der British Army, eine Kriegsfotografin, eine Biologin sowie einige Soldaten begleiten sie. Das geheime Ziel der Mission: die Existenz von urzeitlichen Riesenungeheuern zu beweisen. Diese lassen nicht lange auf sich warten und zeigen, dass Menschen auf Skull Island nichts zu melden haben.

Wie ist der Film?

Der Unterschied zwischen den Begriffen ‚Remake‘ und ‚Reboot‘ lässt sich anhand von „Kong: Skull Island“ schön verdeutlichen. Nachdem John Guillermin (1976) und Peter Jackson (2005) das in sich geschlossene Original aufgepeppt wiedererzählten, krallt sich „Kong: Skull Island“ nur die Titelfigur samt Heimat und startet mit ihr eine völlig neue Geschichte, die von vornherein auf Fortsetzungen ausgelegt ist. Dabei tritt ein seit den 2010er Jahren typisches Problem auf: Unter dem kühl kalkulierten Franchise-Konzept leidet das Gewicht des einzelnen Films.

Szenenbild Kong: Skull IslandWow: King Kong ist jetzt noch größer, damit er künftig gegen Godzilla kämpfen kann. „Kong: Skull Island“ spielt nämlich im selben Universum wie „Godzilla“ von 2014, und im Rahmen ihres neuen ‚MonsterVerse‘ hat die Produktionsfirma Legendary Entertainment bereits „Godzilla vs. Kong“ (2020) angekündigt. Ein ähnliches Prozedere gab es schon in den 50er und 60er Jahren vom Studio Tōhō in Japan, nur mit schlechteren Effekten. Mit all diesem Hintergrundwissen wird klar: „Kong: Skull Island“ ist in erster Linie ein Appetithäppchen, das Lust auf mehr machen soll. Das gelingt durchaus mittels überdimensionaler, brutaler Kampfszenen. Allerdings bleibt dabei kaum Zeit für eine echte Bindung zu den Charakteren.

Ein übermotivierter Hit-Soundtrack hämmert dem Publikum das 70er-Jahre-Setting ein und lässt es mit wippendem Fuß über erzählerische Schwächen hinwegsehen. Hervorragende visuelle Effekte und kreative Kameraperspektiven sorgen für Spaß bei den Monstergefechten. Wer stirbt und wer überlebt, ist im unübersichtlichen Haufen menschlicher Figuren leider irrelevant. Eigenartig, dass eine bemerkenswerte Starbesetzung mit Tom Hiddelston („Thor“), Samuel L. Jackson („The Hateful 8“), John Goodman („10 Cloverfield Lane“), Brie Larson („Raum“) und John C. Reilly („Der Gott des Gemetzels“) so verheizt wird. Hier zählen vor allem große Namen, um die Kassen klingeln zu lassen.

„Kong: Skull Island“ kommt flott zum Punkt, unterhält mit Witz und erstaunt durch grandiose Action, aber die emotionale Tragweite des Originals geht diesem Reboot völlig ab. (Dagegen besaß auch „Godzilla“ von denselben Produzenten deutlich mehr Tiefe.) Ein spektakulärer wie flacher, moderner Monsterfilm im Dienste des Franchisings.

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