Mad Max II – Der Vollstrecker

Filmposter Mad Max II

4/10

Originaltitel: Mad Max 2: The Road Warrior
AU | 1981 | ca. 95 Min. | FSK: ab 16
Action
Regie: George Miller
Drehbuch: Terry Hayes, George Miller, Brian Hannat
Besetzung: Mel Gibson, Bruce Spence, Vernon Wells u.a.
Kinostart: 27.08.82
DVD/Blu-Ray VÖ: 07.06.13

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | film zeit | Filmposter

Worum geht’s?

Kriege wegen Öl haben die Welt zerstört. Mit seinem Hund fährt der Ex-Polizist Max durch Ödland und sucht nach Treibstoff. Ein Tragschrauber-Pilot führt ihn zu einer Art Festung von gutmütigen Menschen, die große Mengen Benzin horten. Sie glauben an die Reise ins gelobte Land. Doch die Festung wird von einer kriminellen Bande angegriffen. Für einen Benzin-Anteil bietet Max seine Hilfe an und stürzt sich in eine gnadenlose Hetzjagd.

Wie ist der Film?

Mit vervielfachtem Budget bringt George Miller den tobenden Max ein zweites Mal auf die Leinwand und macht vieles besser als zuvor. Ein zusammenfassender Prolog verschafft mehr Klarheit als der komplette Vorgängerfilm. Was zuvor eine vage Andeutung war, wird nun tatsächlich inszeniert: die Postapokalypse nach dem Zusammenbruch der Zivilisation. Teil 2 macht Teil 1 mehr oder weniger hinfällig. – Ähnliche Situation, bessere Mittel.

Die Kehrseite der Medaille: Mehr Geld bedeutet in diesem Fall noch schrägere Charaktere. Diesmal bekämpft Max einen Sadomaso-Gladiator. Dessen wichtigster Handlanger ist ein Alt-Punk mit Federschmuck und freigelegten Pobacken. (Sein Markenzeichen: ein stummer blonder Jüngling auf dem Rücksitz.) Verstörend. Da wirkt sogar Max‘ halblustiger Sidekick sinnvoller, denn dieser bringt die Action nicht nur auf die Straße, sondern auch in die Luft.

„Mad Max II – Der Vollstrecker“ entwickelt eine kreative Endzeit-Ästhetik und gipfelt in einer durchaus eindrucksvollen Straßenschlacht. Die Geschichte ist im Grunde nur eine weitere, psychedelische Variante von „Yojimbo – Der Leibwächter“ beziehungsweise „Für eine Handvoll Dollar“ (cooler Einzelgänger zwischen zwei Fronten). Mal rasant, mal zäh, auf alle Fälle absurd, aber zweifellos der brauchbarste Teil der Trilogie um Mel Gibson.

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