Manhunt Backwoods Massacre

DVD-Cover Manhung Backwoods Massacre

2/10

Originaltitel: Rovdyr
NO | 2008 | ca. 76 Min. | FSK: ab 18
Horror, Direct-to-DVD
Regie: Patrik Syversen
Drehbuch: Patrik Syversen, Nini Bull Robsahm
Besetzung: Kristina Leganger Aaserud, Janne Beate Bønes u.a.
Kinostart:
DVD/Blu-Ray VÖ: 28.11.08

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | WVG
Bild © WVG Medien GmbH

Worum geht’s?

1974. Vier junge Freunde, zwei Kerle und zwei Mädchen, fahren mit ihrem kleinen Autobus in abgelegene Wälder, um dort zu wandern und zu campen. Bei einem Zwischenstopp nehmen sie eine liegengebliebene junge Frau auf, die sie vor dem nahenden Unglück warnt. Die Gruppe hat die Rechnung nämlich ohne die höchst sadistischen Hinterwäldler gemacht.

Wie ist der Film?

Mit „Rovdyr“ (zu Deutsch: Raubtier) löst Norwegen seine Fahrkarte für den Open-Air-Folterporno-Zug. Was wahrscheinlich als Hommage an klassische Backwoods-Slasher verkauft werden will, ist in der Realität einfach nur einer der belanglosesten und miesesten Beiträge zum Horror-Genre, die West-Skandinavien je fabrizierte. Dabei hatte es mit „Dead Snow“ unlängst erst so hübsch geklappt.

Angefangen bei den quälend schlechten Dialogen wird für den erwartungsvollen Zuschauer eine konsequente Antipathie zum dem Stoff aufgebaut, die sich durch die absolute Inhaltsleere, nicht zu verwechseln mit einer schnörkellosen Machart, am Leben hält. Nicht umsonst wurde für Deutschland ein Titel gewählt, der stark an eine berühmte in Texas stattgefundene Hetzjagd erinnert. Das Gerüst jener Geschichte (und ein paar ähnlicher) wurde für „Rovdyr“ nämlich übernommen, jedoch ohne es mit eigenen Bausteinen zu füllen – alles bleibt kahl. Am schlimmsten macht sich das bemerkbar, indem für die Schlachtung all der Menschen nicht mal ansatzweise ein Motiv erkennbar gemacht wird, womit sich die Geschichte vollständig der Lächerlichkeit preisgibt.

Die Hauptfigur ist dabei auch noch so nervig, dass man sich schon auf die Seite der Killer schlagen würde, wären diese nicht nur gesichtslose Mittel zum Zweck. Abgesehen von der verhältnismäßig gelungenen 70er-Jahre-Optik ist „Manhunt Backwoods Massacre“ eine lieblos heruntergekurbelte Schlachtplatte nach Minimalismus-Art, die nur solchen Genre-Fans gefällt, die die kaum noch tragbare Charakterzeichnung der Protagonisten übersehen. Ob cut oder uncut, in diesem Fall auch egal. Wer vor lauter Wald den Film nicht sieht, ist mitten im „Manhunt Backwoods Massacre“.

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