Matrix Reloaded

Filmposter Matrix Reloaded

7/10

Originaltitel: The Matrix Reloaded
USA, AU | 2003 | 136 Min. | FSK: ab 16
Science-Fiction, Action
Regie: Lana Wachowski, Lilly Wachowski (als Larry und Andy Wachowski)
Drehbuch: Lana Wachowski, Lilly Wachowski
Besetzung: Keanu Reeves, Laurence Fishburne, Carrie-Anne Moss, Hugo Weaving, Jada Pinkett Smith u.a.
Kinostart: 22.05.03
DVD/Blu-Ray VÖ: 10.02.06/02.04.10

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

Neo hat gelernt, seine Kräfte zu verstehen und zu erweitern. Einige Monate, nachdem er das Geheimnis der Matrix erfuhr, konnten viele weitere Menschen aus den Fängen der Maschinen befreit werden. Doch eine Armee von Kampfrobotern ist kurz davor, Zion – die letzte Menschenstadt – zu erreichen. Vom Orakel erfährt Neo, dass er Zion retten kann, wenn es ihm gelingt, zum Ursprung der Matrix vorzudringen.

Wie ist der Film?

Matrix“ ließ bewusst Platz für mögliche Fortsetzungen, und als die Fortsetzung grünes Licht erhielt, gaben die Macher Vollgas. Wahnsinn: Nicht nur, dass Teil 2 und Teil 3 gleichzeitig gedreht wurden, man produzierte parallel auch ein Computerspiel mit exklusivem Realfilmcontent sowie eine Anime-Kurzfilmsammlung namens „Animatrix“. Das Spiel „Enter The Matrix“ und „Animatrix“ sollen helfen, den Film „Matrix Reloaded“ besser zu begreifen – wirtschaftlich eine spannende Idee, die dem einzelnen Film jedoch eher schadet. Nach dem Erfolg des ersten Teils ist „Matrix“ zu einer Marke geworden, die rigoros gemolken wird.

Zu viele, neue Nebenfiguren werfen in „Matrix Reloaded“ mehr Fragen auf als sie beantworten können. Die wichtigsten Informationen werden in einen unnötig komplizierten Monolog verpackt. In sexuell aufgeladenen Bildern und behäbigen Gesprächen meditiert der Film über menschliche Liebe und das Bedürfnis, eine Wahl zu haben. So bleibt der gewisse Philosophie-Anspruch erhalten. Der Rest ist pompöse Action.

Verglichen mit dem Vorgänger legt Teil 2 in nahezu jeder Hinsicht eine gehörige Schippe drauf, was durchaus beeindruckende Momente verspricht. Leider begriffen die Macher nicht, dass sie genau dann über das Ziel hinausschießen, wenn ein Mensch vollständig durch eine Computeranimation ersetzt werden muss. Speziell Neos Kampf gegen dutzende Smiths hat durch offensichtliche CGI-Männchen einen schalen Beigeschmack. Dafür wirkt der spätere Martial-Arts-Showdown im Chateau des Merowingers ungleich homogener und abwechslungsreicher. Irgendwo dazwischen landet die überbordende Highway-Sequenz.

Die Wachowskis wissen sich selbst zu übertreffen, nur leidet der emotionale Draht zum Publikum unter dem chaotischen Figurennetz und übermächtigen Helden. „Matrix Reloaded“ ist eine imposante, etwas zerstreute Höher-Schneller-Weiter-Fortsetzung, die durchaus Spaß macht – nur mit weniger Charme und Frischebonus als das Original.

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