Mission: Impossible – Fallout

Filmposter Mission: Impossible – Fallout

7/10

Originaltitel: Mission: Impossible – Fallout
USA | 2018 | 147 Min. | FSK: ab 12
Thriller, Krimi, Action
Regie: Christopher McQuarrie
Drehbuch: Christopher McQuarrie
Besetzung: Tom Cruise, Henry Cavill, Simon Pegg, Rebecca Ferguson, Alec Baldwin, Vanessa Kirby u.a.
Kinostart: 02.08.18
DVD/Blu-Ray VÖ: 13.12.18

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia
Bilder © Paramount

Worum geht’s?

Ethan Hunt erhält den Auftrag, die Übergabe von waffenfähigem Plutonium an die Terrorgruppe ‚Die Apostel‘ zu verhindern. Ein Unbekannter mit dem Decknamen John Lark will aus dem Plutonium tragbare Atombomben herstellen. Als Hunts Mission schiefläuft, stellt die CIA ihm den schroffen Spezialagenten August Walker zur Seite. In Paris sollen die beiden das Geschäft einer Waffenhändlerin infiltrieren, die als Bindeglied zwischen Lark und den ‚Aposteln‘ gilt.

Wie ist der Film?

Szenenbild Fallout„Fallout“ ist der „The Dark Knight“ unter den „Mission: Impossible“-Filmen. Der nunmehr sechste Teil hebt die Reihe auf ein neues Level, zeigt sich eher düster, rau und dramatisch, umgeben von Hans-Zimmer-ähnlichem Orchester-Brummen und der Aura des diabolischen Superschurken. Christopher McQuarrie ist der erste Regisseur, der im Franchise ein zweites Mal dirigieren darf, und sein Drehbuch greift Handlungsstränge aus früheren Teilen auf, um die Saga zu ihrem großen Finale zu führen. Vorläufig. Ein paar spannende neue Charaktere verhindern, dass sich dabei allzu viel Wiederholung einschleicht.

Die große Frage lautet natürlich: Hat es sich gelohnt, dass Superman-Darsteller Henry Cavill sich für „Fallout“ einen Schnurrbart stehen ließ, der dann für die zwischenzeitlichen Dreharbeiten zu „Justice League“ aufwändig wegretuschiert werden musste? Ja, denn Cavills Figur in „Fallout“ mischt das Ensemble auf, wunderbar hassenswert, und die Gesichtsbehaarung trägt maßgeblich zu seinem grobschlächtigen Auftreten bei. Zusätzlich besticht die Besetzung durch auffällig viele starke Frauenfiguren, die mit anpacken. Als Neuzugänge überzeugen hier Angela Bassett („American Horror Story“) als strenge Chefin sowie Vanessa Kirby („Jupiter Ascending“) als geheimnisvoller Vamp.

McQuarrie hat seinen visuellen Stil gegenüber „Rogue Nation“ verändert. Die entsättigte Farbgebung passt zum ernsten Grundton der Geschichte, dafür übertreibt er mit Lichtreflexionen, die die Bilder verwischen. Die Action hingegen sitzt tadellos. Nach einem beachtlich gemäßigten ersten Akt nimmt der Film an Fahrt auf und lässt mit einer Fallschirmsprungsequenz den Atem stocken. Es folgen diverse weitere Kämpfe und Verfolgungsjagen, wie Fans sie lieben, kulminierend in einem irren Hubschrauber-Showdown. Die Actionsequenzen sind nicht zwingend die erinnerungswürdigsten der Reihe, jedoch in puncto Waghalsigkeit ganz vorne mit dabei. Die Gefahr und der Schmerz sind regelrecht spürbar. Dass Tom Cruise seit Jahrzehnten nahezu alle seine Stunts selbst absolviert, macht einen merklichen Unterschied gegenüber anderen Filmen des Genres.

„Mission: Impossible – Fallout“ wird in zahlreichen Kritiken als bester Teil der Reihe gefeiert, und tatsächlich verdient er diese Bezeichnung. Jedoch nur, weil er sich so emotional vor den Charakteren verbeugt, die man über die Jahre liebgewann. Der Rest ist schlichtweg gutes, handfestes Actionkino, wie es den „Mission: Impossible“-Abenteuern schon öfter gelang.

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