Mission To Lars

DVD-Cover Mission To Lars

6/10

Originaltitel: Mission To Lars
USA, GB | 2012 | ca. 74 Min. | FSK: ab 0
Dokumentation, Direct-to-DVD
Regie: James Moore, William Spicer
Drehbuch:
Besetzung: Kate Spicer, Tom Spicer u.a.
Kinostart:
DVD/Blu-Ray VÖ: 19.04.13

Links zum Film:
IMDb

Worum geht’s?

Autist Tom liebt Metallica. Ganz besonders deren Schlagzeuger Lars Ulrich hat es ihm angetan. Toms Schwester ist Journalistin, Toms Bruder Filmmacher. Die beiden beschließen, Tom seinen größten Wunsch zu erfüllen – Lars Ulrich zu treffen – und ihm damit ein Abenteuer zu ermöglichen, wie er es noch nie erleben durfte. Doch wie kommt man an den Superstar ran? Eine aufregende Reise beginnt.

Wie ist der Film?

Grundsätzlich erinnert „Mission To Lars“ an die Aktivitäten der Make-A-Wish Foundation, die schwerstkranken Kindern Herzenswünsche erfüllt. Nun ist Protagonist Tom aber ein erwachsener Mann, der mit seiner Behinderung trotz Pflegeheim ein geregeltes Leben zu führen scheint und sogar arbeiten geht. Sein Leiden – beschrieben mit dem Fragiles-X-Syndrom – beschränkt sich im Großen und Ganzen auf eine Intelligenzminderung sowie eine Sprachstörung. Dass auch er einen Herzenswunsch hat, sei ihm selbstverständlich gegönnt. Dieser ist im Fall von „Mission To Lars“ dann eben lediglich ein kleiner Aufhänger für einen erzählenswerten Road Trip.

Das Problemchen bei „Mission To Lars“ ist, dass der Film sich weder allzu detailliert mit dem Fragiles-X-Syndrom beschäftigt, noch die Band Metallica und Toms Lars-Ulrich-Obsession näher beleuchtet. Es bleibt ein eher seichtes Mittelding, das dafür immerhin stets angenehm zu gucken und dramaturgisch solide gelöst ist. Trotz diverser Tücken und viel Herumtelefoniererei erscheint die titelgebende Mission letzten Endes sogar fast zu einfach, was sich ungünstig auf den Spannungsbogen auswirkt, aber sie scheint wenigstens echt zu sein.

Kurz: Während die Konflikte ein bisschen künstlich aufgebauscht wirken, verläuft das Abenteuer zu flach, um für sich einen wirklich packenden Film daraus zu ziehen. Die verschiedenen Themen der Geschichte bleiben verschwommen. Als Ode an die familiäre Liebe geht „Mission To Lars“ allerdings völlig in Ordnung und ist somit eine niedliche, lebensbejahende Doku für zwischendurch.

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