Must Love Death

DVD-Cover Must Love Death

4.5/10

Originaltitel: Must Love Death
DE | 2009 | 88 Min. | FSK: ab 18
Komödie, Liebesfilm, Horror, Splatter, Direct-to-DVD
Regie: Andreas Schaap
Drehbuch: Andreas Schaap
Besetzung: Sami Loris, Manon Kahle, Jeff Burrell, Peter Farkas, Philipp Rafferty, Tobias Schenke u.a.
Kinostart:
DVD/Blu-Ray VÖ: 19.08.10

Links zum Film: IMDb | Ascot Elite
Bilder © Ascot Elite

Worum geht’s?

Der junge Musiker Norman ist von der Liebe schwer enttäuscht und will nicht mehr weiterleben. Da ihm zum Selbstmord immer wieder der Mumm fehlt, beschließt er, einem Suizid-Treff in einer abgelegenen Waldhütte beizuwohnen, wo man sich gegenseitig seelisch unterstützen soll. Doch wie sich herausstellt, sind Normans „Kollegen“ gar nicht am Selbstmord interessiert, sondern suchen nur ein neues Opfer für ihre makabre Foltershow.

Wie ist der Film?

Szenenbild Must Love DeathDeutsche, die tun als wären sie Amerikaner. Das ist ähnlich aussichtslos wie eine afrikanische Fußballmannschaft, die Weltmeister werden will. Doch der deutsche Untergrundregisseur Andreas Schaap zieht sein Vorhaben so konsequent durch, dass es irgendwie funktioniert. Seine Berliner Produktion „Must Love Death“ soll ganz offensichtlich den Sprung über den großen Teich schaffen. Angesichts der Qualität gräbt sie sich eher drunter durch und erreicht hier und da einen schrägen Splatter-Fan. Ein größeres Publikum außerhalb von Horrorfilmfestivals verbaut sich der Film selbst.

Romantische Komödie plus Backwoods-Folterporno ist ja an sich eine Mischung mit viel Potential für einen selten originellen Ausnahmefilm. Leider fällt die Genre-Mixtur wie befürchtet hauptsächlich wirr aus. Lange bleibt unklar, wie der romantische und der blutige Handlungsstrang zusammenhängen, bis sie irgendwann vereint sind, ohne dass man mitbekommen hat, wie. Komisch. Die hollywoodambitionierte Inszenierung ist zugekleistert mit Soundtrack, schmeißt auch gerne mal die Nebelmaschine an und brüstet sich mit heftigen Splatter-Effekten. Schauspielerisch geht alles noch in Ordnung, nur angesichts des eingangs erwähnten Umstandes wirkt in der Originalfassung alles etwas befremdlich. Am besten geht wohl Jeff Burrel (vorwiegend als Sprecher bekannt) als Psychopath mit Schnauzer in seiner Rolle auf. Der kurze Gastauftritt von Tim Sander und Matthias Schweighöfer, der den Trailer interessant machen soll, ist leider für die Katz.

Die Möchtegern-Hollywood-Genremixtur „Must Love Death“ ist ein bisschen witzig, ein bisschen romantisch, ziemlich brutal, aber vor allem eines: bizarr. Ob nun im positiven oder negativen Sinne, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Die stets erhoffte Perle der deutschen Filmszene wurde hiermit jedenfalls nicht gelandet.

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