Nurse 3D

BD-Cover Nurse 3D

4/10

Originaltitel: Nurse 3D
USA | 2013 | 84 Min. | FSK: ab 18
Thriller, Horror
Regie: Doug Aarniokoski
Drehbuch: Doug Aarniokoski, David Loughery
Besetzung: Paz de la Huerta, Katrina Bowden u.a.
Kinostart:
DVD/Blu-Ray VÖ: 10.10.14

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia
Bilder © Universum Film

Worum geht’s?

Danni ist frischgebackene Krankenschwester und freundet sich schnell mit ihrer Kollegin Abby an. Abby ist nicht nur ein Mentor für Danni, sondern auch eine männermordende Psychopathin, die es mit ihren Freundschaftsdiensten viel zu gut meint. Als sich Danni der Gefahr bewusst wird, will ihr zunächst niemand glauben.

Wie ist der Film?

Szenenbild Nurse 3D„Nurse 3D“ ist ein Direct-to-DVD-Film für anspruchslose Lüstlinge, die sich nicht in die Porno-Abteilung trauen. Zwar zieht der Pressetext Vergleiche mit „Secretary“ und „American Psycho“, doch passender wäre eine Mischung aus „Cable Guy – Die Nervensäge“ und „Orphan – Das Waisenkind“ unter der Regie von Russ Meyer („Die Satansweiber von Tittfield“). Unter einer handwerklich weitgehend überzeugenden Oberfläche versteckt sich sexistischer Trash, der so beknackt ist, dass es oft schon wieder Spaß macht.

Schade um die tatsächlich hochwertige Kameraarbeit, die viele ästhetische, gekonnt farbenfroh ausgeleuchtete Bilder einfängt. Denn „Nurse 3D“ leidet unter einem schlampigen Drehbuch und mäßigem Schauspiel. Gerade Hauptdarstellerin Paz de la Huerta („Enter the Void“) erweist sich trotz wohlgeformter Figur und Freizügigkeit als Fehlgriff. Ihr verquollenes Gesicht in Kombination mit permanentem Overacting ist leider keine Minute lang ernst zu nehmen. So verkommt der Film schon von Anfang an zur Farce. Zur Rettung eilt die niedliche Katrina Bowden („Tucker & Dale vs Evil“), um sich von der Kamera ablecken zu lassen. Dabei ist es so grässlich offensichtlich, dass ihre Hemmschwelle deutlich oberhalb der Hemmschwelle von Paz de la Huerta liegt. An sich ja legitim, aber dann bitte keine Duschszenen, statt Duschszenen im Slip.

Ein stimmungsvoller Soundtrack hievt „Nurse 3D“ zumindest zeitweise auf das Level eines Partyfilms. Dümmliche Dialoge, paradoxe Charakterzeichnung und ein fehlendes Gespür für effektive Dramaturgie lassen nicht mehr zu. Der Film rangiert ungefähr in einer Liga mit der vergeigten Fortsetzung „Texas Chainsaw 3D“, auch dank witzig-übertriebener 3D-Effekthascherei, nur mit noch mehr plumpen Erotik-Einlagen. Nicht nur für Krankenschwesterfetischfans eine Enttäuschung.

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