Orphan – Das Waisenkind

Filmposter Orphan - Das Waisenkind

7.5/10

Originaltitel: Orphan
USA | 2009 | ca. 122 Min. | FSK: ab 16
Horror, Thriller
Regie: Jaume Collet-Serra
Drehbuch: Alex Mace, David Leslie Johnson
Besetzung: Vera Farmiga, Peter Sarsgaard, Isabelle Fuhrman, Karel Roden u.a.
Kinostart: 22.10.09
DVD/Blu-Ray VÖ: 18.03.10

Links zum Film:
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Worum geht’s?

Kate ist Mutter von einem Sohn und einer Tochter, erlebte statt dem erwünschten dritten Kind jedoch eine Fehlgeburt. Sie und ihr Mann treffen die lange vorbereitete Entscheidung, ein Mädchen zu adoptieren. Im Waisenhaus fällt den beiden besonders die höfliche kleine Esther auf, die sich selbst auch als „anders“ bezeichnet. Esther wird schließlich das neue Mitglied der Familie. Doch dieses Mädchen scheint das Unglück magisch anzuziehen und birgt ein schreckliches Geheimnis.

Wie ist der Film?

Teuflische Knirpse nehmen ja längst ein eigenes Fach im Horrorregal ein. Doch diese Esther, mit der einfach etwas nicht stimmt, lässt auf ihre ganz eigene Weise selbst die Klassiker der Sparte im Regen stehen. „Orphan“ ist einer dieser Filme, die den Zuschauer fest an sich ziehen, statt nur zu berieseln, und das, obwohl die Grundgeschichte aus altbekannten Versatzstücken besteht. Letztere werden bewusst verwendet und so clever eingesetzt, wie selten.

Genüsslich wird der Ärger des Zuschauers geschürt, über die Blindheit der Protagonisten und ihr selbstverschuldetes Manövrieren in schier ausweglose Lagen, was letztendlich nur den guten Spannungsbogen bestätigt. Dann stellt sich auch noch heraus, dass die Geschichte längst nicht so typisch ist, wie gedacht. „Orphan“ nimmt sich mit den über zwei Stunden Spieldauer viel Zeit, doch nur um sich vom gut gemachten Aufguss zu einer der Horrorüberraschungen des Jahres zu steigern. Besondere Erwähnung verdienen dabei die hervorragend gecasteten Kinderdarsteller -an erster Stelle natürlich Necomer-Sensation Isabelle Fuhrman alias Esther-, die das Drehbuch erst richtig funktionieren lassen. Mal wieder ein Originaldrehbuch übrigens, man merkt wirklich den Unterschied. Vera Farmiga („Up in the Air“) und Peter Sarsgaard („Jarhead – Willkommen im Dreck“) gefallen ebenfalls als nicht zu glattgebügeltes Ehepaar.

Auch wenn sich „Orphan“ auf genau die gleichen Eckpfeiler wie fast jeder Kino-Horrorfilm stützt, die Story um der Funktionalität willen nicht jedes kleine Loch zu stopfen weiß und die Schocker-Szenen dem Kenner meist nur ein müdes Lächeln abringen, wird man dank vieler kleiner, aber feiner Einfälle in einer sich stets steigernden Handlung und einem guten Gespür für das Wecken von Zuschaueremotionen überdurchschnittlich gut unterhalten. „Orphan“ verblüfft als richtig fieser Wolf im Schafspelz, denn ganz im Stil von Esther, mit der irgendetwas nicht stimmt, löst sich der Film still und klammheimlich von den Ketten des Subgenres, bis zum unaufhaltsamen Ausbruch.

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1 Kommentar

  1. Mir gefällt an dieser Familie, dass sie einem Waisenkind die Möglichkeit geben, ein Familienleben kennenzulernen und es aufnehmen. Auch wenn es in diesem Film nicht glücklich endet. Ich würde auch gerne an dem Gewinnspiel teilnehmen.

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