Papillon

DVD-Cover Papillon

7.5/10

Originaltitel: Papillon
USA, FR | 1973 | ca. 144 Min. | FSK: ab 16
Drama, Romanadaption
Regie: Franklin J. Schaffner
Drehbuch: Dalton Trumbo, Lorenzo Semple Jr.
Besetzung: Steve McQueen, Dustin Hoffman, Anthony Zerbe u.a.
Kinostart: 20.12.73
DVD/Blu-Ray VÖ: 05.12.00

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia
Bilder © Sony Pictures Home Entertainment

Worum geht’s?

Anfang der 30er Jahre: Henri Charrière, Spitzname Papillon, wegen der Freiheit symbolisierenden Schmetterlingstätowierung auf der Brust, wird wegen eines Mordes, den er nach eigenen Angaben nicht begangen hat, zu lebenslanger Haft in der Kolonie Französisch-Guayana verurteilt. Im Gefangenenlager herrschen unmenschliche Bedingungen. Mit Hilfe des Fälschers Louis Dega, mit dem er sich anfreundet, startet der von einem unbändigen Freiheitsdrang getriebene Papillon mehrere waghalsige Fluchtversuche.

Wie ist der Film?

Szenenbild PapillonMit einigen Freiheiten verfilmte Franklin J. Schaffner („Planet der Affen“) erfolgreich den größtenteils autobiografischen Roman von Ex-Sträfling Henri Charrière – ein echtes Mammutprojekt und eine schier unglaubliche Geschichte. „Papillon“ ist bei seiner stattlichen Laufzeit ein nicht immer spannender, aber doch stets faszinierender Film, weitgehend getragen von einem starken Hauptdarstellerduo.

Steve McQueen („Gesprengte Ketten“), der in seinen vorangegangenen Filmen schon öfter auf der Flucht war, beeindruckt hier in der physisch wohl anspruchsvollsten Rolle seiner Karriere und nimmt das Publikum mit bis an die Schwelle des Todes. Dustin Hoffman („Asphalt-Cowboy“) wird ein weiteres Mal die Rolle des Gehandicapten zuteil, und er erfüllt sie wieder mit brillanter Authentizität und bildet den ausgleichenden Gegenpol zur titelgebenden Hauptfigur.

„Papillon“ strahlt permanent Leid aus, sei es das mitreißende Leid der Hauptfiguren, oder das der Filmcrew, die mit unheimlichem Aufwand eine Vielzahl gefährlicher wie spektakulärer Schauplätze einzufangen wusste. Dramaturgisch ist im Film nicht alles rund. Der einen oder anderen Etappe von Papillons beschwerlicher Reise hätte eine Kürzung durchaus gut getan, sei es wegen kleinen Kratzern im Spannungsbogen oder leichten Übertreibungen. Zudem wird man mit einem etwas abrupt wirkenden Ende zurückgelassen. Nichtsdestotrotz ist „Papillon“, eingekleidet von einer wunderhübschen Musik von Meister Jerry Goldsmith („Poltergeist“, „L.A. Confidential“) sicherlich einer der eindringlichsten, intensivsten Gefängnisausbruchsfilme.

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