Paranormal Activity: Ghost Dimension

Paranormal Activity: The Ghost Dimension

5/10

Originaltitel: Paranormal Activity: The Ghost Dimension
USA | 2015 | 88 Min. | FSK: ab 16
Horror
Regie: Gregory Plotkin
Drehbuch: J. H. Pagan, A. Deutschman, A. Robitel, G. Heffernan
Besetzung: Chris J. Murray, Brit Shaw, Dan Gill u.a.
Kinostart: 12.10.15
DVD/Blu-Ray VÖ: 10.03.16

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia
Bilder © Paramount Pictures. Alle Rechte vorbehalten.

Worum geht’s?

Adventszeit 2013. Der frisch von seiner Freundin verlassene Mike zieht vorübergehend zu seinem Bruder Ryan, der mit Frau Emily und Tochter Leila in einem großen Haus im kalifornischen Santa Rosa lebt. Beim Dekorieren für die Feiertage entdecken die Brüder in alten Kisten eine Videokamera, die unerklärliche Phänomene zeigt sowie Videokassetten von 1988 bis 1992. Auf den Bändern sind zwei kleine Mädchen zu sehen, die denselben unsichtbaren Freund haben wie neuerdings Leila.

Wie ist der Film?

Szenenbild Paranormal Activity: Ghost DimensionEs fällt schwer, viele Worte über den nunmehr sechsten Eintrag der Reihe zu verlieren, denn was sich über den Vorgänger „Die Gezeichneten“ sagen ließ, lässt sich weitestgehend auch auf „Ghost Dimension“ übertragen. Der gleiche Ablauf, die gleiche großzügige Found-Footage-(Un-)Logik, die gleichen altbewährten Erschreck-Techniken. Einzig durch seine verspielte Optik zeigt der Film eine Weiterentwicklung. Regie-Debütant Gregory Plotkin (seit „Paranormal Activity 2“ als Cutter dabei), bereichert das Franchise nur geringfügig.

Erstmals erscheint ein „Paranormal Activity“-Segment in 3D. 3D in einem Found-Footage-Film klingt nach einer beknackten Idee, doch „Ghost Dimension“ setzt die Stereoskopie durchaus durchdacht ein. Damit einher gehen visuelle Effekte, die aufwändiger und damit wesentlich plakativer ausfallen als zuvor. Geschmackssache; weniger ist meist mehr (siehe Teil 1), doch die visuelle Spielerei samt unterschiedlicher Kameras sorgt für einen gewissen Spaß ohne Längen.

Leider subtrahiert sich der Innovationspunkt direkt wieder, bedenkt man, dass es sich bei „Ghost Dimension“ nicht nur um eine unterhaltsame Variation des alten Themas, sondern um das Finale der Saga handeln soll. Produzent Jason Blum verkündete, man habe genug Anspielungen gezeigt, die großen Fragen der Reihe müssen endlich beantwortet werden. Wohl nimmt der Dämon teilweise konkretere Form an, wohl bezieht sich „Ghost Dimension“ auf Handlungselemente der Vorgänger. Doch was den Hintergrund des großen Ganzen betrifft, bleibt das Publikum im Unklaren wie eh und je. Aus lauter Sorge, etwas falsch zu machen, bleiben die neuen Autoren bei alten Andeutungstricks. Man muss glatt annehmen, Jason Blum hat den fertigen Film gar nicht gesehen.

Die neue Besetzung ist sympathisch und nicht der Rede wert, bis auf eine plump eingepflegte Sexbombe (Olivia Taylor Dudley), die viel mehr mit ihrem freizügigen Outfit irritiert als etwas zur Geschichte beizutragen. Somit bleiben nette Effekte und die gewohnte Rezeptur. „Paranormal Activity: Ghost Dimension“ versagt als Konklusion einer Reihe, aber unterhält den geneigten Found-Footage-Fan solide. Es sei erwähnt: Die unterschätzte „Saw“-Reihe, die in Ablauf und Vermarktung auffällige Ähnlichkeiten zu „Paranormal Activity“ aufweist, hat mehr zu bieten.

Ähnliche Filme

Paranormal Activity
Paranormal Activity 2
Paranormal Activity 3
Paranormal Activity 4
Paranormal Activity: Die Gezeichneten

1 Kommentar

  1. Ich hab schon sehr viel früher aufgegeben, dieser Reihe weiter zu folgen. Zu uninspiriert, zu lahm, zu viel wiederholende Elemente. Ich glaube nicht, das 3D da sehr viel dran ändern kann.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*