PET – Wenn du etwas liebst, lass es nicht los

DVD-Cover PET

6/10

Originaltitel: Pet
USA | 2016 | 94 Min. | FSK: ab 18
Thriller, Horror
Regie: Carles Torrens
Drehbuch: Andres Heinz, Mark Heyman
Besetzung: Dominic Monaghan, Ksenia Solo, Jennette McCurdy, Nathan Parsons u.a.
Kinostart:
DVD/Blu-Ray VÖ: 23.06.17

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia
Bilder © Pandastorm Pictures

Worum geht’s?

Der einsame Tierheim-Mitarbeiter Seth trifft eines Tages seine alte Highschool-Flamme Holly wieder, die ihn aus seinem täglichen Trott reißt. Seth saugt alle Infos auf, die er über sie finden kann, um ihr Herz zu gewinnen. Doch Holly erinnert sich nicht einmal an Seth und weist seine Annäherungsversuche ab. Schließlich sieht Seth nur noch einen Ausweg: eine Entführung.

Wie ist der Film?

Szenenbild PETFilme, die [in Deutschland] ohne Umwege für den Heimkinomarkt erscheinen, sind nicht zwingend ‚zu schlecht‘ für die große Leinwand. Manchmal weichen sie einfach zu sehr von der Erzählstruktur ab, die das breite Kinopublikum erwartet. So ein Fall ist „PET“. Ein Film, der vor den Kopf stößt und altbekannte Szenarien rücksichtslos verdreht.

Dominic Monaghan („Lost“, „Der Herr der Ringe“-Trilogie) und Ksenia Solo („Black Swan“) sind glänzend besetzt für die Zwecke der Macher, die raffiniert mit den Sympathien des Publikums spielen. In „Pet“ schwingt stets eine spannende moralische Unsicherheit mit, die sich in ein paar nachhaltigen Momenten entlädt. Dass Drehbuchautor Jeremy Slater für den gefloppten „Fantastic Four“ verantwortlich zeichnet, sollte nicht abschrecken, denn im beinahe kammerspielartigen Rahmen zeigt er ganz neue Qualitäten.

„Pet“ ist ein souverän inszenierter, gut gespielter Thriller, der zu überraschen weiß. Diverse Ideen der Handlung hätten noch etwas mehr Erzählzeit vertragen, um sich entfalten zu können und authentischer zu wirken. Zuweilen mag der Film etwas konstruiert und aus der Luft gegriffen wirken, bricht dafür aber aus ausgelutschten Mustern aus. „Pet“ geht bewusst das Risiko ein, das Publikum nicht zu befriedigen, um ein erfrischend krankes, gemeines Psychospiel aus dem Hut zu zaubern.

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