Piranha II – Fliegende Killer

Filmposter Piranha II - Fliegende Killer

3.5/10

Originaltitel: Piranha II: The Spawning
IT, USA | 1981 | 90 Min. | FSK: ab 16
Horror
Regie: James Cameron
Drehbuch: H.A. Milton
Besetzung: Tricia O’Neil, Steve Marachuk, Lance Henriksen u.a.
Kinostart:
DVD/Blu-Ray VÖ: 11.02.03

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

Eine Tauchlehrerin, die mit ihrem Sohn in einem gut besuchten Hotel am Strand lebt, entdeckt im Meer eine angefressene Leiche. Ihr Mann, ein örtlicher Polizist, versucht den Fall aufzuklären. Zur Laichzeit der Meeresbewohner offenbart sich dann das Geheimnis eines gescheiterten Militär-Projekts: Geflügelte Piranhas greifen an, nicht nur im Wasser, sondern auch an Land!

Wie ist der Film?

James Cameron hatte wohl schon immer ein Faible für die Tiefen des Meeres, denn es kann kein Zufall sein, dass er sowohl den Unterwasser-Thriller „The Abyss“ als auch den Sensationserfolg „Titanic“ sowie mehrere Dokumentationen über das Leben im Ozean drehte. Schon in seinem allerersten Spielfilm dient das Meer als Hauptschauplatz. Der ist leider, nicht zuletzt dank chaotischer Bedingungen am Set, ein Fiasko geworden. Nun ja, jeder hat mal klein angefangen. Auch wenn Cameron am liebsten „Terminator“ (1984) als sein Debüt bezeichnet.

„Piranha II – Fliegende Killer“ spinnt die Geschichte des ersten Teils weiter und setzt mindestens einmal zu viel einen drauf. Dass sich der Schauplatz vom unscheinbaren Fluss ins Meer verlagert, ist einleuchtend, zumal die manipulierte Fischzucht ja in fast jeder Gewässerart leben kann. Dass die Viecher plötzlich Flügel bekommen (warum, weiß man nicht) und somit auch am Land auf die Menschheit losgehen, ist einfach lachhaft, egal wie man es dreht und wendet. Das Schlimmste dabei ist jedoch, dass der Film nicht wie erwartet ein Trash-Fest erster Güte darstellt, sondern schlicht und ergreifend langweilig ist.

Neben den Hauptcharakteren werden auch zahlreiche Nebenfiguren eingeführt, ohne dass es überhaupt einen triftigen Grund hat, abgesehen davon, dass auf diese Weise ein paar alberne Gags und nackte Brüste untergebracht werden. Echte Spannung stellt sich allerhöchstens im Zeitbomben-Finale am Schluss ein, und dort auch nur mit Müh und Not. Zu viel Raum wird geboten, um die Gedanken munter abschweifen zu lassen. Die Effekte bleiben überraschenderweise gerade noch ansehnlich, da wie schon im Vorgänger nicht zu viel gezeigt wird (trotz erhöhtem Gore-Faktor). Doch was nützt das schon bei einer lahmen Geschichte, die ständig vom Hauptthema ablenkt? Da kann auch der prominente Hauptdarsteller Lance Henriksen („Unheimliche Begegnung der dritten Art“, „Aliens – Die Rückkehr“) nichts mehr retten.

Mit einer Crew, die kein Englisch konnte und einem Produzenten, der permanent anderer Meinung war, hat James Cameron da einen zwangsläufig schwachen Horror-Quatsch hingelegt. Aber es ist immerhin der wahrscheinlich beste Film über fliegende Piranhas, den es je gab. Zum Glück ging es für Cameron danach mehr als steil bergauf.

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