Planet der Affen: Revolution

Filmposter Planet der Affen: Revolution

7.5/10

Originaltitel: Dawn of the Planet of the Apes
USA | 2014 | 127 Min. | FSK: ab 12
Drama, Thriller, Action, Science-Fiction
Regie: Matt Reeves
Drehbuch: Rick Jaffa, Amanda Silver, Mark Bomback
Besetzung: Jason Clarke, Gary Oldman, Andy Serkis u.a.
Kinostart: 07.08.14
DVD/Blu-Ray VÖ: 05.12.14

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Bilder © 2014 Twentieth Century Fox

Worum geht’s?

Zehn Jahre nach der Freisetzung eines Virus steht die Menschheit kurz vor dem Aussterben, während hochintelligente Affen ihre eigene Zivilisation aufgebaut haben. Bei den Ruinen San Franciscos muss sich eine Menschensiedlung mit den gefürchteten Affen arrangieren, um ihr Überleben zu sichern. Affen-Anführer Caesar setzt auf Vertrauen und Frieden, doch nicht alle sind seiner Meinung.

Wie ist der Film?

Der fast perfekte Sommerblockbuster „Planet der Affen: Prevolution“ legte die Messelatte 2011 bereits sehr hoch, und die langersehnte Fortsetzung „Planet der Affen: Revolution“ setzt alles daran, um sie zu überspringen. Technisch gesehen hat Regisseur Matt Reeves („Cloverfield“, „Let Me In“) das Werk seines Vorgängers Rupert Wyatt deutlich übertrumpft; schon nach den ersten Vorführungen feierten beachtlich viele Fans Teil 2 als fulminante Steigerung. Unter Berücksichtigung der inhaltlichen Zugkraft bleibt das Schwert allerdings ein zweischneidiges.

Szenenbild Planet der Affen: RevolutionEine derart aufwändige Mischung aus 3D-Kameras, Originalschauplätzen und Motion Capture-Technik für computeranimierte Hauptfiguren hat es bis dato nicht gegeben – „Planet der Affen: Revolution“ schreibt Kinogeschichte. Doch so beeindruckend die postapokalyptischen Schauplätze und fotorealistischen Affen sind, so verblasst wirken die menschlichen Charaktere. Im Ansatz ein notwendiger Schritt für die Fortführung der altbekannten Geschichte, nur schwindet dabei eben die emotionale Tiefe der Mensch-Tier-Beziehung, welche „Prevolution“ auszeichnete.

Es bleibt das Bewundern der fantastischen Effekte. Die Affen unter sich sind mit ihrem nuancierten Minenspiel natürlich auch bewegend. Dass diesmal sehr oft auf Untertitel zurückgegriffen werden muss, ist allerdings per se ein Hinweis auf gewisse erzählerische Konflikte. Menschen haben nicht mehr viel zu sagen, und die Tiere noch nicht viel, außer in Zeichensprache. Generell weist „Planet der Affen: Revolution“ das berühmte Mittelteil-Phänomen auf: ein wenig verloren zwischen verheißungsvoller Einleitung und pompösem Abschluss einer Trilogie (es wird mindestens drei Teile geben). Aber das ist alles auch nur Jammern auf hohem Niveau, schließlich geraten die zwei Stunden nie langweilig.

Wie jeder Beitrag der 1968 begonnenen ‚Affen-Saga‘ beinhaltet auch „Planet der Affen: Revolution“ einen offensichtlichen Denkanstoß. So eindrucksvoll lernt man selten verstehen, weshalb es leider immer wieder zu Kriegen kommt. Der Kampf Mensch gegen Affe ist im Grunde nichts anderes als eine Metapher für den Kampf Mensch gegen Mensch und die Wandlung vom Leben zum Überleben. Von Tiefgang zu sprechen, wäre vielleicht übertrieben, doch hinter ihrem Vorgänger muss sich diese Fortsetzung auf alle Fälle nicht verstecken, gerade weil beide Filme erfrischend unterschiedlich sind.

„Planet der Affen: Revolution“ ist ein gar nicht dummes Effekte-Spektakel, das einen verschenkten Gary Oldman („RoboCop“) mit einem herrlich krachenden Showdown ausgleicht. Interessant, so lange es um den Erhalt des Friedens geht; noch interessanter, wenn sich die Aussichten verschlechtern. Trotz unveränderter Kernbotschaften bleibt der Neustart der klassischen Filmreihe überdurchschnittlich sehenswert, allein schon wegen Andy Serkis als Caesar.

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4 Kommentare

    • Ich fand ihn dezent und in Ordnung so, sonst hätte es wohl von der Geschichte abgelenkt. Eher hab ich mir von Dolby Atmos einen etwas deutlicheren Unterschied erhofft.

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