Prinzessin Mononoke

Filmposter Prinzessin Mononoke

7.5/10

Originaltitel: Mononoke Hime
JP | 1997 | 133 Min. | FSK: ab 12
Anime, Fantasy, Abenteuer
Regie: Hayao Miyazaki
Drehbuch: Hayao Miyazaki
Synchronisation: Alexander Brem, Stefanie Beba, Marietta Meade, Mady Rahl, Mogens von Gadow u.a.
Kinostart: 19.04.01
DVD/Blu-Ray VÖ: 03.11.03

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

Der junge Prinz Ashitaka wird von einem Dämon verletzt, als er sein Dorf beschützen will. Dadurch lastet auf ihm ein todbringender Fluch. Als er in die Welt hinaus reitet, um zu sterben oder ein Heilmittel zu finden, gerät er in einen Kampf zwischen Mensch und Wald. Der Wald ist bewohnt von Tieren, Geistern und Göttern in Tiergestalt. An der Seite der Wölfe kämpft die eigentlich menschliche San, genannt Prinzessin Mononoke.

Wie ist der Film?

Hayao Miyasakis irgendwann in der Zeit zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert angesiedeltes Fantasy-Epos war in seinem Herkunftsland ein unglaublicher Erfolg und stellt den vielleicht wichtigsten Schritt für die weltweite Etablierung des Anime-Genres dar. So ist „Prinzessin Mononoke“ für Anime-Fans automatisch Pflicht; für alle anderen Filmliebhaber nicht, aber immerhin einen Blick wert. Der nach Wissensvollständigkeit strebende Cineast sollte natürlich mal einen Miyasaki („Chihiros Reise ins Zauberland“, „Das wandelnde Schloss“, …) gesehen haben. Ob es dann „Prinzessin Mononoke“ ist, ist nicht so wichtig. Die entscheidenden Markenzeichen treten immer wieder auf.

In „Prinzessin Mononoke“ fallen die moralischen Botschaften und Appelle an diverse menschliche Werte recht direkt aus, weshalb man den Film nicht unbefangen, ohne sie genießen kann. Noch expliziter sind die Gewaltdarstellungen (sogar FSK 12 scheint fragwürdig), welche Kinder als potentielles Publikum weitestgehend ausscheiden lassen und eigentlich in diesem Grad nicht hätten sein müssen, um die Geschichte vollständig zu erzählen. Für genug Action und beeindruckende Bilder ist auch so zu genüge gesorgt.

Die ganz bewusst nicht nur schwarz-weiß angelegten Charaktere und die verschnörkelte Handlung machen es für das unerfahrene Anime-Publikum nicht leicht, die (zu) lange Laufzeit hindurch stets am Ball zu bleiben. Dafür ist „Prinzessin Mononoke“ eine spektakuläre, nicht selten spannende Erzählung voller Ideen, auf die ein Europäer erst mal kommen müsste. Der essentielle Baustein für die zauberhafte Atmosphäre ist Joe Hisaishis epische Orchestermusik, die dem Film erst so richtig Leben einhaucht. Alles in allem bekommt man ein brutales Märchen für eine nicht ganz eindeutige Zielgruppe, aber mit einer fulminant verpackten Friedensbotschaft für die ganze Welt.

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Nausicaä aus dem Tal der Winde
Das wandelnde Schloss
Die letzten Glühwürmchen

1 Kommentar

  1. Ich finde es eigentlich nicht so schwer, die Laufzeit hindurch am Ball zu bleiben. Als ich den Film sah, fand ich ihn sehr kurzweilig. Die Story ist angenehm gehaltvoll. Wer mit Fantasiewesen und Mystik nichts anzufangen weiß, ist natürlich nicht gezwungen, „Prinzessin Mononoke“ zu sehen!

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