[•REC]

DVD-Cover [•REC]

7/10

Originaltitel: [•REC]
ES | 2007 | 75 Min. | FSK: ab 18
Horror, Mockumentary
Regie: Jaume Balagueró, Paco Plaza
Drehbuch: Jaume Balagueró, Luis Berdejo, Paco Plaza
Besetzung: Manuela Velasco, Ferran Terraza, Pablo Rosso u.a.
Kinostart: 08.05.08
DVD/Blu-Ray VÖ: 17.11.08/20.11.08

Links zum Film:
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Bilder © 3L

Worum geht’s?

Eine Reporterin und ihr Kameramann besuchen nachts eine Feuerwehrstation in Barcelona, um Material für die Fernsehsendung „Während Sie schlafen“ aufzunehmen. Ein vermeintlicher Routineeinsatz in einem Mehrfamilienhaus, zu dem das zweiköpfige Fernsehteam mitgenommen wird, entpuppt sich als Blutbad.

Wie ist der Film?

Szenenbild [•REC]Horror-Mockumentarys, Wackelkamera, Schrecken in der Ich-Perspektive – das ist definitiv ein neuer Trend im Horror-Genre, damals eingeleitet von „Blair Witch Project“ und seit einiger Zeit wieder florierend. „[•REC]“ ist noch eines der ersten Werke dieser Stilrichtung. So kommt es auch darauf an, wie viele Nacheiferer dieses Vorreiters man schon kennt. Je weniger, desto wirkungsvoller.

Was uns das spanische Regie-Duo mit „[•REC]“ auftischt, ist eine überhaupt nicht originelle Geschichte in einem durchaus erfrischenden Gewand. Eine niedliche Hauptdarstellerin führt durch ein kurzes, aber schmerzhaftes Abendprogramm, wo es wieder einmal um ‚Infizierte‘ geht. Das Konzept erlaubt beachtlich viele Erschreck-Momente in einem gelungenen Spannungsbogen und spitzt sich im letzten Viertel wider Erwarten sogar nochmal richtig zu, gerade als man denkt, mehr geht nicht mehr. Leider wirkt der Film durch das Verhalten der Figuren hier und da etwas konstruiert und kann sich nicht entscheiden, ob er irgendwo gefundenes, gänzlich unverändertes Rohmaterial oder doch einen nachträglich leicht bearbeiteten Film darstellen soll. Die Grundidee wird teilweise sehr gut ausgenutzt, andererseits aber auch öfter unglaubwürdig umgesetzt. Die Nebenfiguren, die sich um die Protagonistin scharen, bleiben allesamt fragwürdig.

So mittendrin im Geschehen ist man selten. Dank der überzeugenden Hauptdarstellerin, die mit ihren Reaktionen den Schrecken erst so richtig entfacht, geht das Konzept auch auf. Je nachdem, wie (wenig) abgebrüht und genreerfahren man ist, eignet sich „[•REC]“ wie kaum ein zweiter Horrorstreifen der letzten Jahre um den Puls zum Rasen zu bringen. Ein paar Klischees werden von echten Überraschungen wieder aufgewogen. Spätestens mit diesem Film hat Spanien sich als ernstzunehmender Horror-Lieferant etabliert. Da ließ das (unnötige, da in vielen Szenen 1:1 kopierte) US-Remake namens „Quarantäne“ nur wenige Monate (!) auf sich warten. „[•REC]“ ist ein nicht allzu origineller, nicht auf der ganzen Linie überzeugender, aber unterm Strich gelungener und hundsgemeiner Angstmacher mit spannender, zu oft kopierter Grundidee.

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Quarantäne
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Cloverfield
Paranormal Activity
Mulberry Street

1 Kommentar

  1. Fand den Film gut, habe mich stellenweise extrem erschrocken (ich sage nur Feuerwehrmann), aber ein richtiger Gruselfaktor wollte einfach nicht aufkommen. Aber den habe ich bisher bei keinem Durch-die-Kamera-guck-Film verspürt, weswegen das entschuldigt sei.

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