RoboCop

Filmposter RoboCop

6.5/10

Originaltitel: RoboCop
USA | 1987 | 103 Min. | FSK: ab 18
Science-Fiction, Action, Satire
Regie: Paul Verhoeven
Drehbuch: Michael Miner, Edward Neumeier
Besetzung: Peter Weller, Nancy Allen, Dan O’Herlihy u.a.
Kinostart: 07.01.88
DVD/Blu-Ray VÖ: 01.04.05/14.01.08

Links zum Film:
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Worum geht’s?

Detroit, in nicht allzu ferner Zukunft. Als der Polizist Alex J. Murphy bei einem Einsatz von einer skrupellosen Gangsterbande massakriert wird, sieht der gewiefte Robert Morton vom die gesamte Stadt beherrschenden Konzern OCP darin die Chance, sein geplantes Projekt zu verwirklichen. Er lässt Murphys Gehirn und Gesicht mit einem Roboter verbauen, um daraus den perfekten Gesetzeshüter zu kreieren: RoboCop. Doch die Fusion von Mensch und Maschine ist nicht ganz perfekt…

Wie ist der Film?

Von einer wirtschaftlich wie menschlich verrohten, abgestumpften Gesellschaft erzählt „RoboCop“ in Form einer harschen Zukunftsvision mit Frankenstein-Thematik, die fast nur aus Gewalt besteht. In spitzbübischen Details kommentiert der damals gerade von der niederländischen Heimat in die USA immigrierte Regisseur Paul Verhoeven mit Überspitzungen seine für ihn bedenklichen Eindrücke vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Dennoch bleibt die Satire namens „RoboCop“ unterm Strich ein recht simpel gestrickter Baller-Reißer mit angestaubten Effekten.

Die fehlende Charakterzeichnung ersetzt Verhoeven mit überhöhter Brutalität, um so die nötigen Emotionen hervorzurufen. Daraus ergibt sich eine Verbrecherjagd voller üblicher Szenarien mit Geiselnahmen und Rachefeldzügen. Man muss zumindest ein kleines Faible für solch drastische Bilder haben, dann ergeben sie auch allmählich Sinn. Das Ganze ist weitgehend nicht sonderlich spannend, enthält aber einige schöne Momente. Denn immer wieder blitzen ein herrlich schwarzer Humor und eine scharfe Beobachtungsgabe für kapitalistische Missstände auf.

Ohne (Raum und Mittel für) schauspielerische und inszenatorische Glanzleistungen, immerhin mit schön stimmungsvoller Musik deutet „RoboCop“ bereits all die Motive an, die Verhoeven spätestens zehn Jahre später in „Starship Troopers“ perfektionierte. Ein solider Auftakt für die goldene Schaffensphase des Ausnahmeregisseurs. Damit haben die beiden Kinofortsetzungen und die Fernsehserien übrigens nichts zu tun.

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RoboCop 2
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1 Kommentar

  1. Stimme Dir zu! Ich habe „RoboCop“ immer als eine Art Fingerübung verstanden, die uns letztendlich den besseren „Starship Troopers“ beschert hat. Punktemäßig käme „RoboCop“ bei mir zur Zeit dennoch besser weg als bei Dir, allerdings ist die letzte Sichtung auch schon was länger her. Wird vielleicht noch mal Zeit. 🙂

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