Saw IV

Saw IV

5.5/10

Originaltitel: Saw IV
USA | 2007 | 95 Min. | FSK: ab 18
Horror, Splatter, Thriller, Krimi
Regie: Darren Lynn Bousman
Drehbuch: Patrick Melton, Marcus Dunstan
Besetzung: Tobin Bell, Costas Mandylor, Scott Patterson u.a.
Kinostart: 07.02.08
DVD/Blu-Ray VÖ: 03.09.08

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter
Szenenbild © Kinowelt

Worum geht’s?

Jigsaw ist tot, hat jedoch einen Nachfolger rekrutiert, der die Polizei mit neuen, raffinierten Fallen und Aufgaben in Atem hält.

Wie ist der Film?

Weiter geht’s mit Nummer Vier. Dieser Teil ist sehr eng mit seinem Vorgänger verknüpft. Diesmal fühlt es sich an, als würden genauso viele Fragen aufgeworfen wie beantwortet. Intensives Mitdenken ist gefragt, um „Saw IV“ überhaupt zu verstehen.

Szenenbild Saw IVDavon, was „Saw“ einst ausmachte, ist nicht mehr viel übrig. Aus „Saw“ ist seit dem ersten Teil definitiv etwas Anderes geworden. Die Handlung ist so komplex, dass die Drehbuchautoren für ihre beachtliche Leistung großen Respekt verdient haben. Teils fragwürdige Logik bleibt aber nicht aus.

„Saw IV“ ist kein Psycho-Horror wie Teil 1, mehr ein sehr blutiger Krimi. In puncto Gore geht „Saw IV“ noch weiter als seine Vorgänger. Die berühmten Jigsaw-Fallen sind so grausam wie eh und je, doch vor allem das Auseinandernehmen von Jigsaws Leiche zu Beginn toppt alle bisher dagewesenen Gore-Szenen der Reihe. Zur Einleitung dient nämlich ein genüssliches Ekel-Spektakel zum reinen Selbstzweck. Danach werden die mittlerweile sehr verzwickten Tatbestände der Story raffiniert Stück für Stück gelöst (wobei natürlich auch Aufhänger für eine weitere Fortsetzung entstehen).

In diesem Teil erfährt man besonders viel über Jigsaw, was sich als Vor- und Nachteil zugleich erweist. Die Beweggründe des fragwürdigen Moralapostels zu erfahren ist interessant; bei der tiefschürfenden Hintergrundgeschichte Jigsaws geht dafür aber mindestens ein Stück der diabolischen Aura des Killers verloren. Schließlich basiert die Bedrohlichkeit des Bösen meist auf Ungewissheit.

Überraschungen bleiben nicht aus, doch das Aha-Erlebnis am Ende des ersten Teils kann man natürlich nie mehr toppen. Es wird eben versucht, was noch geht. Die finale Überraschung tritt auch diesmal wieder ein, nur die Zuspitzung der Handlung auf einen einzigen kurzen, intensiven Punkt des Plot-Twists direkt vor Filmende misslingt.

Die sehr komplexe Geschichte von „Saw IV“, versehen mit mehreren Handlungssträngen und Zeitsprüngen, raubt dem Film die (räumlich wie psychologisch) dichte Spannung, die früher so begeistern konnte. Das ist der Preis für eine weitere Fortsetzung. Was nun letztendlich abgeliefert wurde, ist immerhin verdammt schlau und dazu beeindruckend brutal. So lässt sich ein mittelprächtiges Gesamturteil vertreten.

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