Scar 3D

Filmposter Scar 3D

1/10

Originaltitel: Scar
USA | 2007 | ca. 76 Min. | FSK: ab 18
Horror, Splatter
Regie: Jed Weintrob
Drehbuch: Zack Ford
Besetzung: Angela Bettis, Kirby Bliss Blanton, Devon Graye u.a.
Kinostart: 21.10.10
DVD/Blu-Ray VÖ: 05.05.11

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter | film zeit
Szenenbild © Sony Pictures Home Entertainment

Worum geht’s?

Joan Burrows kehrt nach Langem in ihre Heimatstadt zurück und wird dort mit ihrer schrecklichen Vergangenheit konfrontiert: Damals, als junge Schülerin, wurde sie mit ihrer besten Freundin von einem Psychopathen gequält. Als Opfer muss man ihm entweder Befehlen, die Mitgefangene zu töten oder sich selbst verstümmeln lassen. Joan konnte sich befreien, den Mann töten und mit einer Narbe im Gesicht davonkommen. Doch nun beginnt eine neue Mordserie mit der gleichen Handschrift.

Wie ist der Film?

Szenenbild Scar 3DEin Mysterium, das niemanden interessieren sollte, so lässt sich der preiswerte Folterporno „Scar 3D“ beschreiben. Warum er nur in wenigen ausgewählten deutschen Kinos gezeigt wird – und das erst drei Jahre nach Veröffentlichung, warum er es überhaupt zu einer Kinoauswertung gebracht hat, wo auf der Welt welche Schnittfassung kursiert und wie viel wirklich herausgeschnitten wurde – das alles bleibt ein Geheimnis, welches sich auch nicht zu lüften lohnt. Seine Aufmerksamkeit, weil er der angeblich erste 3D-Horrorfilm ist, hat er nicht verdient. Da er erst jetzt halbwegs bekannt wird, ist er ohnehin nur einer von vielen.

„Scar 3D“ ist erheblich kürzer als die üblichen 90 Minuten, und es ist erstaunlich, wie wenig in dieser kurzen Zeit passiert. Zumindest lässt die Willkür des grausigen Drehbuchs diesen Eindruck entstehen. Menschen unterhalten sich, gehen von A nach B und finden immer mal wieder eine entstellte Leiche. Wirkliche Ereignisse gibt es nur in Rückblenden und im Finale, beides in Form von schlichtweg widerwärtigen Folterszenen mit einem beliebigen Folterkellerschlächter, ohne den geringsten Hauch von Subtext.

Dem Ensemble kann man eigentlich kaum Vorwürfe machen (es sind sogar diverse B-Promis wie Kirby Bliss Blanton aus „Hannah Montana“ dabei), es leidet nur unter der schlampigen Regie und vor allem den haarsträubend ungelenken Dialogen, die eine gewisse Glaubwürdigkeit gar nicht erst aufkommen lassen, und unter der furchtbar uninspirierten Geschichte an sich. Hier wurde von „Saw“, „Hostel“ und Konsorten geklaut, ohne mehr zu tun als an der Oberfläche zu kratzen. Man setzte lieber weitestgehend auf die Gore-Effekte, so ekelhaft wie möglich.

Im blutigen ‚Showdown‘ will sich „Scar 3D“ dann als besonders klug verkaufen und drückt dem Publikum einen aus der Luft gegriffenen Plottwist rein, der in seiner Peinlichkeit den Vogel abschießt. Dass man das alles in tollem 3D bewundern darf, wo hier und da etwas auf einen zufliegt, -spritzt und -grabscht, nützt schlichtweg gar nichts. Wer ein Gefühl dafür hat, stümperhafte, oberflächliche und schlecht geklaute Inszenierungen als solche zu erkennen und sich nicht völlig von 3D- und Gore-Effekten blenden lässt, sollte um dieses Machwerk einen weiten Bogen machen. Zeitverschwendung der üblen Sorte.

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