Schmetterling und Taucherglocke

Filmposter Schmetterling und Taucherglocke

9/10

Originaltitel: Le scaphandre et le papillon
FR, USA | 2007 | 112 Min. | FSK: ab 12
Drama, Biopic, Romanadaption
Regie: Julian Schnabel
Drehbuch: Ronald Harwood
Besetzung: Mathieu Amalric, Emmanuelle Seigner, Marie-Josée Croze, Patrick Chesnais, Anne Consigny u.a.
Kinostart: 27.03.08
DVD/Blu-Ray VÖ: 09.10.08

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

Jean-Dominique Bauby, Chefredakteur der französischen „Elle“, erleidet 1995 einen völlig unverhofften Schlaganfall. Dadurch wird sein Körper fast vollständig gelähmt; er kann nur noch ein Auge bewegen. In inneren Monologen verarbeitet er sein völlig umgekrempeltes Leben, eingeschlossen in seinem Körper wie in einer Taucherglocke. Eine Therapeutin erarbeitet mit ihm schließlich sogar ein System zur Kommunikation mit der Außenwelt.

Wie ist der Film?

Ein so tragisches Schicksal bietet sich wunderbar dafür an, so richtig auf die Tränendrüse zu drücken. Doch das weiß Regisseur Julian Schnabel gekonnt zu umgehen. „Schmetterling und Taucherglocke“ geht trotzdem unter die Haut.

Die herausragende Kameraarbeit zieht den Zuschauer geradezu in eine andere Welt. Eindrucksvoll wird man in die Lage des Protagonisten versetzt und sieht das Meiste aus dessen Perspektive. Die hörbare innere Stimme verleiht dem Stummen mehr Charakter als gesunden, sprechenden Figuren. Jean drückt sich klug und gerade so melancholisch aus, wie es seine Situation absolut rechtfertigt. Er verliert auch nicht seinen Humor, ist also insgesamt sehr sympathisch angelegt. Das ist sehr wichtig; schließlich geht man eine tiefe Bindung mit der Hauptfigur ein. So funktioniert der Film.

„Schmetterling und Taucherglocke“ ist ein traumhaft schön bebildertes und wirklich berührendes kleines Meisterwerk aus Frankreich, das zu Recht auch Hollywood erobern konnte. Vier Oscar-Nominierungen sprechen für sich.

Wertungen (ø 8.2) [?]

9.0 – Philipp Stroh
7.0 – Rajko Burchardt
8.5 – Sophie Charlotte Rieger

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