See No Evil

DVD-Cover See No Evil

5/10

Originaltitel: See No Evil
USA | 2006 | 81 Min. | FSK: ab 18
Horror, Direct-to-DVD
Regie: Gregory Dark
Drehbuch: Dan Madigan
Besetzung: Glenn Jacobs, Christina Vidal, Rachael Taylor u.a.
Kinostart:
DVD/Blu-Ray VÖ: 18.05.07

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Kinowelt | Schnittbericht
Bild © Kinowelt

Worum geht’s?

Zur Resozialisierung wird, unter Aufsicht von Officer Williams, eine Gruppe junger Straftäter in ein heruntergekommenes Hotel geschickt um dieses zu renovieren. Anstatt die Besen zu schwingen werden aber lieber Joints geraucht oder Schatzsuchen unternommen, da sich in dem verlassenen Hotel ein versteckter Safe voller Geld befinden soll.
Vier Jahre zuvor verlor Williams bei einem Einsatz seinen linken Unterarm durch einen verrückten Killer. Im Hotel gibt es nun ein blutiges Wiedersehen mit dem stämmigen Massenmörder, der seinen Opfern mit Vorliebe die Augäpfel aus dem Kopf puhlt.

Wie ist der Film?

Dass bei diesem Massaker von der Stange ein Filmemacher aus der Pornobranche auf dem Regiestuhl saß, merkt man „See No Evil“ eigentlich gar nicht an, zumal der Film nicht schlüpfriger ist, als seine Artgenossen. Was man bemerkt, ist die an „Saw“ angelehnte Visualisierung mit schnellen Schnitten und zackigen Zooms und der Ekelfaktor auf dem Level von „Texas Chainsaw Massacre“. Technisch ist „See No Evil“ einwandfrei, wenn die hochmoderne Aufmachung den Horrorfans der alten Schule auch gegen den Strich gehen dürfte.

Tolle Bilder reichen natürlich noch lange nicht für einen rundum gelungenen Film. Die Charaktere sind hier, wie so oft, die größte Schwäche. Zunächst ist es schon mal unvorteilhaft, fast ausschließlich arrogante Sträflinge zum Abmetzeln zu schicken, da so das Mitgefühl des Zuschauers entsprechend gering ausfällt. Es wird hauptsächlich auf das sadistische Vergnügen des Publikums abgezielt. Wer so etwas nicht mitbringt, sollte sowieso die Finger von diesem Film lassen.

Schwache Dialoge führen lieblos zum blutigen Teil des Films, wo wenigstens die Splatter-Effekte überzeugen und Genre-Fans ein Fest bieten. Kreativität und eigene Ideen sind in dieser Dezimierung von Mittzwanzigern eher nur mit der Lupe zu finden.

Das Motiv des Mörders: annehmbar, mehr aber nicht. Wrestler Kane erfüllt seine Rolle als schnaufender Schlächter den eher geringen Anforderungen entsprechend. „See No Acting“ könnte oft in einer unsichtbaren Denkblase über seinem stark geschminkten Schädel stehen. Wie immer ist keine sonstige Schauspielerleistung in „See No Evil“ erwähnenswert. Somit reiht sich das nett anzusehende Teil unauffällig in die Reihe der durchschnittlichen Splatterstreifen für junge Leute ein.

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