The IT Crowd

DVD-Cover The IT Crowd

8/10

Originaltitel: The IT Crowd
UK | 2006–2010, 2013 | ca. 23 Min. | FSK: 12
Komödie
Idee: Graham Linehan
Drehbuch: Graham Linehan
Besetzung: Chris O’Dowd, Richard Ayoade, Katherine Parkinson, Matt Berry u.a.
DVD/Blu-Ray VÖ: 18.11.16 (Komplettbox)

Links zur Serie:
IMDb | Wikipedia
Bilder © Studio Hamburg

Worum geht’s?

In der Londoner Innenstadt thront das Hochhaus von Reynholm Industries – und ganz unten im dunklen Keller befindet sich die IT-Abteilung, in der es sich die befreundeten Computerfreaks Roy und Moss gemütlich gemacht haben. Der Frieden wird gestört, als die Chefetage den beiden eine neue Vorgesetzte schickt: Jen Barber. Leider hat Jen genauso wenig Ahnung von Technik wie der ganze Rest der Firma.

Wie ist die Serie?

IT Crowd Series 3Das Vereinigte Königreich ist die einzige Produktionsstätte, die den allmächtigen USA in Sachen TV-Serie den Rang streitig machen kann. „Sherlock“ oder „Black Mirror“ zeigten es jüngst. Ein weiteres Beispiel, das in den letzten Jahren fast in Vergessenheit geriet, ist die Sitcom „The IT Crowd“.

Ein Vergleich mit „The Big Bang Theory“ drängt sich auf – handeln doch beide Serien von Nerds, deren Mikrokosmos von einer ‚normalen‘ Frau aufgerüttelt wird. Tragischerweise erschien „The IT Crowd“ schon anderthalb Jahre früher und blieb weit hinter dem Erfolg von „The Big Bang Theory“ zurück. Aber britischer Humor bleibt unersetzbar.

„The IT Crowd“ punktet mit absurden Situationen und köstlichen Grimassen. Zum Slapstick-Humor gesellen sich jedoch auch reichlich Wortwitz sowie clever konstruierte Plots, die weit über eine Sketch-Struktur hinausgehen. Zahlreiche Running Gags und Rückbezüge – manchmal sogar staffelübergreifend – belohnen das aufmerksame Publikum. So flach die Serie erscheinen mag, sie ist brillant durchdacht. Katherine Parkinson, Richard Ayoade und Chris O’Down harmonieren blendend miteinander, wenn sie die drei völlig unterschiedlichen Hauptfiguren verkörpern. So überzeichnet die Charaktere sein mögen, sie bleiben auch stets menschlich und liebenswert. Der durchgeknallte Chef der Drei sowie ein Grufti namens Richmond bilden die Kirsche auf der Sahne.

Douglas Reynholm„The IT Crowd“ bleibt der eigenen, simplen Erzählstruktur stets treu und hat trotzdem immer wieder frische Ideen. Daher hält die Serie über ihre vier Staffeln hinweg ein konstantes Niveau. Eine runde Sache – leichte, kurzweilige Unterhaltung, zum Brüllen komisch, von Anfang bis Ende. (Wie so oft gilt: Nur wer den Originalton wählt, erfährt den ganzen Charme.)

Aus Sicht der Fangemeinde hätte es natürlich gerne weitergehen dürfen, doch sollte man auch froh sein, wenn sich eine Serie in Würde verabschiedet, wenn es am Schönsten ist. Als Kompromiss erschien 2013 eine finale Spezialfolge in doppelter Länge, die einen hübschen, befriedigenden Abschluss liefert – im deutschsprachigen Raum leider etwas schwer zu finden. Und das Wichtigste ist, dass das geplante US-Ripoff, zu dem eine Pilotfolge gedreht wurde, nie zustande kam. Tatsächlich existierte 2008 sechs Folgen lang eine deutsche Kopie mit dem Titel „Das iTeam – Die Jungs an der Maus“, doch auch diese verschwand zum Glück schnell in der Versenkung. Unersetzbar eben.

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