Shrew’s Nest

DVD-Cover Shrew's Nest

6/10

Originaltitel: Musarañas
ES, FR | 2011 | 96 Min. | FSK: ab 12
Thriller, Drama, Horror
Regie: Juanfer Andrés, Esteban Roel
Drehbuch: Juanfer Andrés, Sofía Cuenca
Besetzung: Macarena Gómez, Nadia de Santiago, Hugo Silva u.a.
Kinostart:
DVD/Blu-Ray VÖ: 08.01.16

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia

Worum geht’s?

In den 50er Jahren: Die psychotische, streng religiöse Schneiderin Montse lebt mit ihrer jüngeren Schwester in einer Wohnung, die sie seit Jahren nicht verlassen hat. Noch immer leidet sie unter der Herrschaft ihres längst toten Vaters. Als sie notgedrungen einen Nachbarn aufnimmt, der sich verletzt hat, gerät ihr Alltag vollends aus den Fugen.

Wie ist der Film?

Szenenbild Shrew's NestFilmland Spanien wahrt seinen Ruf als souveräner Thriller- und Horror-Lieferant. Mit ihrem Langfilmdebüt treten die Regisseure Juanfer Andrés und Esteban Roel in die Fußstapfen von „Das Waisenhaus“, „Sleep Tight“ oder „The Body – Die Leiche“, unterstützt von Veteran Álex de la Iglesia („Mad Circus – Eine Ballade von Liebe und Tod“) als Produzent. Dementsprechend konnte das Duo auch ein erfahrenes Ensemble mit einigen bekannten Gesichtern gewinnen und schuf hochwertige Genreware mit kleinem Budget.

Weil sich fast alles in einer einzigen Wohnung abspielt, konzentriert sich die Geschichte auf Psychoduelle und spielt die Bälle zwischen den Hauptfiguren hin und her, ohne dass Leerlauf entsteht. Dennoch lässt sich eine gewisse Behäbigkeit nicht immer vermeiden, zumal die Inszenierung weitgehend auf neutrales Tageslicht setzt. Zum Ausgleich feuert „Shrew’s Nest“ gen Ende mehrere Wendungen ab. Nicht der eleganteste Weg, um einen runden Thriller zu bauen, doch letztlich ein Weg, der funktioniert. Das intensive Spiel, speziell von Macarena Gómez („Whitching & Bitching“), lässt fragwürdige Drehbuch-Konstrukte nicht ins Gewicht fallen.

„Shrew’s Nest“ ist ein stark besetztes Thriller-Drama mit effektiven Gewaltspitzen, das vor allem durch ein überraschendes letztes Drittel überzeugt. Ein weiteres solides Beispiel für die Möglichkeiten des Kammerspiels, das sich stimmig ins spanischsprachige Spannungskino der letzten Jahre einfügt. Und auch „Misery“ lässt ausdrücklich grüßen.

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