Siebzehn

Filmposter Siebzehn

7.5/10

Originaltitel: Grave
AT | 2017 | 105 Min. | FSK: ab 12
Drama, Coming-of-Age, Liebesfilm
Regie: Monja Art
Drehbuch: Monja Art
Besetzung: Elisabeth Wabitsch, Martina Poel, Christopher Schärf, Anaelle Dézsy u.a.
Kinostart: 27.04.17
DVD/Blu-Ray VÖ: 22.09.17

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia
Bilder © Edition Salzgeber

Worum geht’s?

Ein Internat in Österreich, viele Beziehungen. Paula ist in ihre Klassenkameradin Charlotte verliebt. Charlotte mag Paula auch, hat jedoch einen festen Freund. Paula hat einen Verehrer, von dem sie aber nichts will. Auch die extrovertierte Lilli kann sich etwas mit Paula vorstellen, wenn sie sie nicht gerade aufzieht. Mittendrin ein völlig überforderter Französischlehrer, der versucht, zu unterrichten.

Wie ist der Film?

Szenenbild SiebzehnAus Deutschland kamen schon einige interessante Coming-of-Age-Dramen über junge Romanzen, etwa „Sommersturm“ oder „Crazy“, aber die österreichische Regisseurin Monja Art kontert mit einem ganz besonderen Gespür für das Wesentliche. Ihr erster abendfüllender Spielfilm „Siebzehn“ ist weder überdramatisiert noch pseudodokumentarisch, sondern trifft mit geschliffener Wahrhaftigkeit ins Herz.

Das Provinzinternat dient als Mikrokosmos für die Irrungen und Wirrungen jugendlicher Liebe. Im Zentrum steht Paula, gut gespielt von Elisabeth Wabitsch, doch die Regisseurin nimmt auch ihre Nebencharaktere sehr ernst und zeichnet mit ihnen ein spannendes Figurennetz, in dem sich alle gegenseitig beeinflussen. Offensichtlich durfte das Ensemble bei den Dialogen improvisieren, damit nichts aufgesagt klingt, doch Monja Art lässt es nie von ihrer klaren Linie abkommen.

Dass das Drehbuch keinen Plot im klassischen Sinne verfolgt, fällt gar nicht auf. Die Freuden, Sorgen und Ängste der modernen Jugendlichen in „Siebzehn“ sind – im Rahmen eines Spielfilms – so lebensnah dargestellt, dass stets ein Mittendrin-Gefühl herrscht. Inszenatorischen Spielereien und Soundtrack-Beiträge lockern die Geschichte auf, sind allerdings angenehm sparsam eingesetzt, denn der Film kann sich auf seine Authentizität verlassen.

„Siebzehn“ ist ein einfühlsamer und urteilsfreier Blick auf das Gefühlschaos der Teenagerzeit, voll von natürlichem Drama, leisem Humor und mutiger Offenheit.

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