SIREN – Verführung ist mörderisch

DVD-Cover Siren

3/10

Originaltitel: Siren
GB | 2010 | ca. 86 Min. | FSK: ab 18
Horror, Direct-to-DVD
Regie: Andrew Hull
Drehbuch: Andrew Hull, Geoffrey Gunn
Besetzung: Eoin Macken, Anna Skellern, Tereza Srbova u.a.
Kinostart:
DVD/Blu-Ray VÖ: 22.06.11

Links zum Film:
IMDb | dtp entertainment
Bild © dtp entertainment

Worum geht’s?

Das Pärchen Ken und Rachel sowie Rachels alter Freund Marco wollen der Stadt für ein Wochenende entfliehen und unternehmen eine Bootstour. Ein hysterischer, verletzter Mann, der zum Boot geschwommen kommt, bringt die Drei zu einer kleinen Insel mitten im Ozean. Dort taucht eine junge Frau auf, von der Rachel, Ken und Marco wissen wollen, was es mit dem Mann auf sich hat. Doch die schöne Fremde scheint sich an nichts zu erinnern. Als sie beginnt, sich mit dem Trio anzufreunden, offenbart sich ihr tödliches Geheimnis.

Wie ist der Film?

Grob den betörenden Fabelwesen der griechischen Mythologie entlehnt, erzählt „Siren“ von der im Tod endenden Verführung einer übernatürlichen Frauengestalt und rechtfertigt damit diverse Softporno-Einlagen, zusammengehalten von einer dubiosen Handlung, die in ihren Horror-Momenten mit einem blutigen Verwirrspiel Aufsehen erregen will, aber keine schlüssige Auflösung zustande bringt. Drei beziehungsweise vier mäßig sympathische Hauptfiguren stolpern dabei durch Wälder und Strände, während die Hoffnung, dass dabei noch etwas Interessantes passiert, mehr und mehr schwindet.

Rund eine halbe Stunde der deutlich unter 90minütigen Laufzeit geht drauf, bevor die titelgebende Sirene richtig in Aktion treten darf. Da die erhofften Höhepunkte im Anschluss auch noch weitestgehend ausbleiben, erweist sich „Siren“ als ein einziger dramaturgischer Fehlschlag. Obwohl Technik und Schauspiel sich im soliden Mittelfeld halten, sinkt der Gesamteindruck irgendwann kontinuierlich, je mehr man realisiert, dass der Film außer etwas Sexappeal nichts Handfestes zu bieten hat. Die Geschichte scheint offensichtlich überhaupt nicht zu wissen, wo sie eigentlich hin will. So irrt sie irgendwie hilflos umher und lässt den Horror enden, bevor er überhaupt richtig anfängt.

„Siren“ ist enttäuschend langweiliger Horror-Quatsch ohne eigene Ideen. Diese Direct-to-DVD-Veröffentlichung wird ohnehin kaum jemand überhaupt bemerken. Falls dies doch passiert – wahrscheinlich aufgrund des trügerischen Covers – sollte man sich den Film gleich wieder aus dem Kopf schlagen und lieber zu richtigem Horror oder zu richtigem Porno greifen.

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3 Kommentare

  1. was soll denn das ? Wieso immer diese vernichtenden Kritiken mit ihrem hochnäsigen Fremdwortgehabe ?
    Der film ist geil,gottseidank hab ich ihn mir angesehen,denn jetzt füllt er ( zumindest einen Teil ) meine Gedanken und nicht mal wieder oberflächlicher Hollywood-Schwachsinn.

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