Spider-Man: Homecoming

Filmposter Spider-Man: Homecoming

6.5/10

Originaltitel: Spider-Man: Homecoming
USA | 2017 | 134 Min. | FSK: ab 12
Komödie, Action, Comicadaption
Regie: Jon Watts
Drehbuch: Alvin Sargent, Steven Kloves
Besetzung: Tom Holland, Michael Keaton, Jon Favreau, Robert Downey Jr., Marisa Tomei
Kinostart: 13.07.17
DVD/Blu-Ray VÖ: ?

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

Der 15jährige Highschool-Schüler Peter Parker kann sein Glück kaum fassen, seit sein Mentor Tony Stark ihm einen hochentwickelten Spider-Man-Anzug schenkte und er inmitten der Avengers kämpfen durfte. Auf die Einladung zu einer weiteren Mission wartet Peter allerdings vergeblich. So sucht er sich eigene Superhelden-Aufgaben, um seine Fähigkeiten zu testen. Schließlich spürt Spider-Man einen äußerst gefährlichen Waffenhändler auf, der mit Alien-Technologie arbeitet.

Wie ist der Film?

Nachdem sich Sony und die Marvel Studios einigen konnten, wohnt dem Titel „Homecoming“ eine schelmische Doppeldeutigkeit inne. Es geht nicht nur um eine Highschool-Tradition mit Tanzball, sondern auch um die Heimkehr Spider-Mans in das Marvel Cinematic Universe. Sein Kurzauftritt in „The First Avenger: Civil War“ gab einen Vorgeschmack; nun wird Spider-Man vollständig in das Film-Universum der Avengers integriert. Die früheren Leinwandadaptionen aus dem Hause Sony von Sam Raimi („Spider-Man“) und Marc Webb („The Amazing Spider-Man“) sind somit quasi hinfällig. Allerdings macht „Spider-Man: Homecoming“ es sich zunutze, dass der Protagonist dem Kinopublikum nicht mehr erklärt werden muss.

Der Film verzichtet auf eine weitere ‚Origin story‘ rund um Spinnenbisse und sterbende Verwandte und kommt unmittelbar zur Sache. Tony Stark alias Iron Man stielt ein paar Szenen, aber nimmt als Mentor nicht zu viel Raum ein. So kann sich die Hauptfigur entfalten und den steinigen Weg eines Nachwuchs-Superhelden gehen. Hauptdarsteller Tom Holland gibt den bislang jüngsten, quirligsten Spider-Man der Kinogeschichte und spielt mit ansteckender Begeisterung. Entsprechend leicht und humorvoll fällt der Erzählton aus. „Spider-Man: Homecoming“ atmet den Geist klassischer Teenie-Komödien à la „Ferris Macht Blau“, eingehüllt in den Superhelden-Mantel.

Die großen dramatischen Komponenten einer Spider-Man-Geschichte – Liebe und Verlust – werden in diesem Konzept nur oberflächlich behandelt. Zwischen Peter Parker und seiner Angebeteten Liz Allen entsteht keine spürbare Chemie. Zudem übt Bösewicht Vulture als Spideys erste große Prüfung einen verhältnismäßig geringen Einfluss aus – Darsteller Michael Keaton („Birdman“) in allen Ehren. Klare Stärken liegen im Zusammenspiel von Peter und seinem besten Freund Ned. Somit bleibt ein spaßiges Abenteuer, das die wirklich tiefschürfenden Erlebnisse für später bewahrt.

„Spider-Man: Homecoming“ ist ein routiniert-souveränes Marvel-Spektakel mit erfrischend bunter Besetzung, vielen netten Gags und einem coolen Twist. Außergewöhnlich kreative Action und emotional schwergewichtige Momente bleiben aus, sodass sich in den lockerflockigen zwei Stunden auch Längen einschleichen. Absurd hochentwickelte Technik-Gimmicks in Superheldenanzügen ersetzen eben keine mitreißende Geschichte. Welche der drei Spider-Man-Inkarnationen der letzten 15 Kinojahre die beste ist, bleibt unklar und Geschmackssache. Als Mischung aus Highschool-Komödie und Avengers-Vorbereitungsfilm setzt „Homecoming“ zumindest ein paar schöne Akzente.

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