Spider-Man

DVD-Cover Spider-Man

7/10

Originaltitel: Spider-Man
USA | 2002 | 116 Min. | FSK: ab 12
Action, Comicadaption
Regie: Sam Raimi
Drehbuch: David Koepp
Besetzung: Tobey Maguire, Kirsten Dunst, Willem Dafoe u.a.
Kinostart: 06.06.02
DVD/Blu-Ray VÖ: 05.12.02/10.12.07

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia
Bilder © Sony Pictures Home Entertainment

Worum geht’s?

Der schüchterne, gehänselte Peter Parker liebt Naturwissenschaften, Fotografie, und seit er denken kann auch seine hübsche Nachbarin Mary Jane, schafft es aber nicht, es ihr zu gestehen. Während eines Klassenausflugs in ein Forschungslabor wir Peter von einer radioaktiven Spinne gebissen und beginnt, übermenschliche Fähigkeiten zu entwickeln. Gerade rechtzeitig, als der von Peter bewunderte Wissenschaftler Normen Osborn – der Vater seines besten Freundes Harry – durch ein missglücktes Experiment zur Bedrohung für Manhattan wird.

Wie ist der Film?

Neben einigen Animationsserien und diversen, eher halbherzigen Realfilm-Umsetzungen ist Sam Raimis „Spider-Man“ der erste große Kinofilm über die menschliche Spinne, 40 Jahre nach ihrem ersten Auftritt im Marvel Comic, und legte sogleich den Grundstein für einen neuen Boom von Comicverfilmungen für das große Publikum im neuen Jahrtausend. Ein gewisser Vorreiter also. Gerade deshalb ist „Spider-Man“ auch noch eine ‚richtige‘ Comicverfilmung, die den überspitzten Ton der Vorlage bei der Übertragung auf die Leinwand beibehält, aber – dank ausgereifter Technik und erfahrenem Ensemble – auch stimmig und einfühlsam mit ernstzunehmenden Themen aus dem (wahren) Teenagerleben verschmelzt.

Szenenbild Spider-ManSeine Begeisterung für die Comicfigur erbrachte Sam Raimi den Regie-Posten, obwohl sich selbiger mit schrägem Horror wie der „Tanz der Teufel“-Trilogie einen Namen machte, und weniger mit ähnlich kommerziellem Stoff. Doch letzten Endes passt alles zusammen. „Spider-Man“ erinnert stilistisch oft an Raimis kauzige „Darkman“-Comicverfilmung von 1989, nur nicht ganz so trashig und düster, sondern mit elegantem Mainstream-Bügeleisen. Interessant und überraschend sind teilweise auch die Parallelen und Referenzen zu den Comic-Konkurrenten Superman und Batman, letzteres vor allem durch die großartige Musik von Danny Elfman, welche essentiell für die Heldenstimmung ist und eben auch bei Tim Burtons Verfilmungen des dunklen Ritters zum Einsatz kommt.

An der Seite einer charmanten Kirsten Dunst („The Virgin Suicides – Verlorene Jugend“) und eines fast zu spielfreudigen Willem Dafoe („Der blutige Pfad Gottes“) weiß Tobey Maguire („Die WonderBoys“) die vielen Facetten seiner Figur glaubhaft zu verkörpern. Die tolle Besetzung, die grandiosen Kamerafahrten (und -flüge), die wuchtige Tonspur und Raimis Regie, die zwischen selbstironischem Humor und Dramatik den richtigen Ton trifft, machen „Spider-Man“ zu einem kurzweiligen Popcorn-Kino-Spaß über Entscheidungen und das Erwachsenwerden. Durch einen der coolsten Filmküsse aller Zeiten und die weise Moral „Aus großer Kraft folgt große Verantwortung.“ sichert sich „Spider-Man“ schließlich sogar einen festen Platz in der Filmgeschichte. Das Endprodukt wirkt ausbaufähig, auch weil der Film vermittelt, nur der Auftakt zu Größerem zu sein, aber das geht in Ordnung, denn es ist tatsächlich nur der Auftakt zu Größerem.

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