Splinter   Geheimtipp

DVD-Cover Splinter

6/10

Originaltitel: Splinter
USA | 2008 | 78 Min. | FSK: ab 16
Horror, Direct-to-DVD
Regie: Toby Wilkins
Drehbuch: Kai Barry, Ian Shorr, Toby Wilkins
Besetzung: Shea Whigham, Paulo Costanzo, Jill Wagner u.a.
Kinostart:
DVD/Blu-Ray VÖ: 20.05.09

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Ascot Elite
Bilder © Ascot Elite

Worum geht’s?

Ein junges Paar auf Reisen wird von einem entflohenen Häftling und dessen drogensüchtiger Schwester zur Mitnahme im Auto gezwungen. Bei einem Zwischenstopp an einer Tankstelle werden die Vier Zeuge einer bizarren Kreatur, die Menschen erst tötet und sich die Leiche dann zunutze macht.

Wie ist der Film?

Bei diesem Beitrag zum Fantasy Film Fest 2009 ist ein geringes Budget mal wieder wunderbar effektiv eingesetzt worden. „Splinter“ ist nicht mehr als ein solider Leckerbissen, der gerne mal im Halse stecken bleibt, und versucht zum Glück auch gar nicht erst, mehr zu sein.

Splinter SzenenbildDieser kleine, dreckige Streifen ist kurz, aber keineswegs schmerzlos. Gut gemachte, fiese Splattereffekte und eine verhältnismäßig originelle Kreatur, die es zu bekämpfen gilt, sorgen für Spannung und halten den Zuschauer bei Laune. Auf menschlicher Seite kämpft in erster Linie ein herrlich unkonventionelles Paar: Er ein angehender Biologe, der sich zwar für Bäume interessiert, campen aber viel zu unbequem findet und zudem nicht mal Auto fahren kann; sie eine sexy Naturfreundin mit handwerklicher Begabung. Paulo Constanzo, den man als smarten Spaßmacher aus „Road Trip“ und „40 Tage und 40 Nächte“ kennt, spielt hier eine erfrischend andere Rolle. Seine Filmpartnerin Jill Wagner ist eher eine Newcomerin im Filmgeschäft und punktet neben ihrem soliden Spiel durch ihre überaus ansprechende Optik. Den beiden wird ein seltsames Gangsterpärchen gegenüber gestellt: ein entflohener Häftling und eine Drogensüchtige. Und wieder hat dort nur der männliche Part Erfahrung im Filmbusiness. Shea Whigham („Fast and Furious“, „Tigerland“) gehört ein Großteil der besten Szenen.

Insgesamt kommt „Splinter“ tatsächlich mit einer Darstelleranzahl aus, die sich an einer Hand abzählen lässt. Und dabei wird es brutal genug, um die Bodycount-Freaks zu beruhigen. Regisseur und Autor Toby Wilkins, der sich auch schon als Produzent, Cutter und Spezialist für visuelle Effekte bewährte, holt aus dem kleinen Set viel raus. Nahezu alles spielt sich in, vor und hinter der verlassenen Tankstelle ab. Doch es wird nicht langweilig, dank einiger interessanter Ideen und rasanter Schnitt- und Kameraarbeit. Genau darin liegt aber auch das große Manko des Films, denn einige male wackelt die Kamera so sehr, dass man kaum noch irgendetwas erkennen kann.

Alles in allem ist „Splinter“ ein gelungener Horrortrip für zwischendurch. Klein, fies, und überzeugender als viele Horrorfilme, die versuchen, mehr zu sein.

Wertungen (ø 6.0) [?]

6.0 – Philipp Stroh

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