Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger

Filmposter Star Wars: Episode II

5/10

Originaltitel: Star Wars: Episode II – Attack of the Clones
USA | 2002 | 142 Min. | FSK: ab 12
Science-Fiction, Action, Liebesfilm
Regie: George Lucas
Drehbuch: George Lucas, Jonathan Hales
Besetzung: Ewan McGregor, Hayden Christensen, Natalie Portman, Christopher Lee, Samuel L. Jackson u.a.
Kinostart: 16.05.02
DVD/Blu-Ray VÖ: 20.09.04/16.09.11

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

Als Padmé Amidala sich im Galaktischen Senat gegen die Aufstellung einer Armee der Republik aussprechen will, entgeht sie knapp einem Bombenanschlag. Daraufhin stellt der Jedi-Orden ihr Obi-Wan Kenobi und dessen Schüler Anakin Skywalker als Beschützer zur Seite. Als die Jedi einen weiteren Mordversuch vereiteln, sucht Obi-Wan nach dem geflüchteten Verantwortlichen. Derweil flieht Padmé mit Anakin nach Naboo, wo sich die beiden ineinander verlieben.

Wie ist der Film?

Zeugte „Star Wars: Episode I“ noch von einer gewissen Technik-Experimentierfreude angesichts neuer Möglichkeiten, versinkt Episode II vollends in einer grässlich sterilen Computer-Künstlichkeit, die im ersten Moment beeindrucken mag, aber bei weitem nicht so nachhaltig ist, wie eine gute Geschichte. Und die Geschichte des Lückenfüllers „Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger“ ächzt unter einer ermüdenden Materialschlacht. Irgendwie schafft es ausgerechnet dieser Teil dann auch noch, der längste der ganzen Saga zu sein.

George Lucas erfüllt mehrere Aufgaben: Er arbeitet durch Anakins Skywalkers zunehmende Auflehnung dessen Tendenzen zur dunklen Seite heraus und führt ihn Parallel mit seiner Geliebten zusammen, die indirekt das Schicksal der Galaxie mitbestimmt. Ein Nörgler, der eine im Kontext wie ein Fremdkörper wirkende Romanze durchlebt, funktioniert jedoch nur sehr bedingt als Hauptfigur. Die Sympathien ruhen auf dem immer noch eher blassen Obi-Wan Kenobi, welcher aber nur als Anakins Unterstützung dient. Ein kluger Schachzug, Christopher Lee als Gegner zu besetzen, quasi als Pendant zu Peter Cushing in Episode IV, jedoch weiß Lee in all dem Chaos herzlich wenig auszurichten. Was bleibt, ist in erster Linie eine rücksichtlose Überdosierung bunter Lichtschwerter.

Der emotionale Bezug zum Geschehen geht zwischen inkohärenter Charakterzeichnung und überladenen CGI-Schauplätzen unter. Wenn Yoda das Lichtschwert zückt und tatsächlich loslegt, hüpft das Nerd-Herz. Doch der große Moment verkommt zum Selbstzweck. Bezeichnend: Die finale Lichtschwertkampf-Sequenz von Episode II ist die einzige in George Lucas‘ Saga, die nicht parallel zu einem weiteren Showdown (oder mehreren) läuft. Lucas bemüht eine Tradition und will deren aktuelle Variante möglichst cool aufpeppen (sinnfreies Durchtrennen einer Stromleitung, zwei Lichtschwerter für einen Jedi, Yoda), vernachlässigt aber den dramatischen Unterbau für die Figuren.

„Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger“ ist ein eher dröges Bluescreen-Spektakel mit vielen trockenen bis schwülstigen Dialogen. Zwar findet der Film ein bemerkenswert harmonisches Ende, wie es Trilogie-Mittelteile oft vermissen lassen, doch setzt Lucas als Regisseur und Autor einfach die falschen Prioritäten, um mit seiner Geschichte wirklich zu bewegen.

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