Star Wars: Episode V – Das Imperium schlägt zurück

Filmposter Star Wars: Episode V

7.5/10

Originaltitel: The Empire Strikes Back
USA | 1980 | 122 Min. | FSK: ab 12
Science-Fiction, Abenteuer, Action
Regie: Irvin Kershner
Drehbuch: Leigh Brackett, Lawrence Kasdan
Besetzung: Mark Hamill, Harrison Ford, Carrie Fisher u.a.
Kinostart: 11.12.80
DVD/Blu-Ray VÖ: 14.09.06/15.09.11

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

Die imperialen Streitkräfte unter Führung von Darth Vader spüren die rebellische Opposition auf, die sich auf dem Eisplaneten Hoth versteckt hält. Nach einem Kampf flüchtet Prinzessin Leia mit Han Solo in dessen Raumschiff ‚Millenium Falke‘, während Luke Skywalker Kurs auf das Dagobah-System nimmt. Eine Vision sagte Luke, er solle dort Meister Yoda finden und sich zum Jedi-Ritter ausbilden lassen.

Wie ist der Film?

Von einer überwältigenden Fan-Mehrheit zum besten Teil der Trilogie, ja, zum besten aller „Star Wars“-Filme erklärt, eilt „Das Imperium schlägt zurück“ ein mystischer Ruf voraus. Tatsächlich ist „Das Imperium schlägt zurück“ vom Grundgedanken ausgehend das reifste Segment der alten Trilogie. Story-Lieferant George Lucas zog sich nach Episode IV vom Regie- und Drehbuchposten zurück und gab seine Figuren in kompetente Hände, die für „Das Imperium schlägt zurück“ einen verhältnismäßig ernsten, beziehungsorientierten Grundton wählten. Trotz aller komödiantischen Auflockerungselemente überwiegt eine Düsternis, die das Phänomen „Star Wars“ vom Image des kindlichen Märchens befreit.

Spannende Antagonisten sind die halbe Film-Miete, Darth Vader ist der beliebteste Bösewicht der Kinogeschichte, und weil „Das Imperium schlägt zurück“ in erster Linie seiner Stärke gehört, liegt der Reiz von Episode V auf der Hand. Die Charaktere werden greifbarer, und gleichzeitig wagen die Autoren den mutigen Schritt, deren Schicksal im Ungewissen zu lassen. Passend zum Bösewicht stellt Komponist John Williams hier das wohl ikonischste Stück Filmmusik aller Zeiten vor: den ‚Imperial March‘. So entsteht die formvollendete Faszination des Bösen. …Und trotzdem weist „Das Imperium schlägt zurück“ naheliegende Fortsetzungsschwächen auf.

Episode V kämpft merklich mit der Herausforderung, keinen wirklichen Anfang und kein wirkliches Ende zu haben. Es handelt sich um den berüchtigten Überleitungsfilm, in diesem Fall die Überleitung zu Episode VI, wie Regisseur Irvin Kershner im Audiokommentar selbst zugibt. Die spektakuläre Schlacht, die im Vorgänger als Höhepunkt diente, feuert „Das Imperium schlägt zurück“ bereits in der ersten halben Stunde ab. Als Showdown genügt ein Zweikampf mit emotionalem Plot-Twist, der seine Wirkung sicherlich nicht verfehlt. Dennoch verfolgt der Film eine schwierige Erzählstruktur, auch in Anbetracht des merklich zurückgefahrenen Tempos im Mittelteil.

Der zweite Krieg der Sterne ist mehr Kriegsfilm als sein Vorgänger, erinnert er mit der Schlacht im Schnee doch stark an realistische Vorbilder. Episode V ist eine professioneller, erwachsener inszenierte und auch besser gespielte Fortsetzung mit interessanten neuen Figuren (Yoda, Lando). Ein Schauspieler von Peter Cushings Format hätte die imperialen Streitkräfte noch aufgewertet, und Mark ‚Luke‘ Hamills Gesicht hat aufgrund eines Autounfalls etwas befremdliche Züge angenommen; dies aber nur am Rande. Episode V erfüllt als Weiterführung der Saga ihre Pflichten und bricht dabei auf interessant-grimmige Weise mit Erwartungen eines Sommer-Blockbuster-verwöhnten Publikums.

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