Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht

Filmposter Star Wars: Das Erwachen der Macht

6.5/10

Originaltitel: Star Wars: The Force Awakens
USA | 2015 | 135 Min. | FSK: ab 12
Science-Fiction, Abenteuer, Action
Regie: J. J. Abrams
Drehbuch: Lawrence Kasdan, J. J. Abrams, Michael Arndt
Besetzung: Daisy Ridley, John Boyega, Harrison Ford u.a.
Kinostart: 17.12.15
DVD/Blu-Ray VÖ: 28.04.16

Links zum Film:
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Worum geht’s?

Aus der Asche des Imperiums entstieg die ‚Erste Ordnung‘ auf der dunklen Seite der Macht. Der letzte Jedi-Ritter Luke Skywalker ist verschwunden und wird von General Leia Organas Widerstandsbewegung gesucht, weil nur mit seiner Hilfe das Gleichgewicht der Macht wiederhergestellt werden kann. Die Schrottsammlerin Rey und der zum Guten bekehrte Sturmtruppler Finn beschützen einen kleinen Droiden, der einen Wegweiser zu Luke in sich trägt.

Wie ist der Film?

Rey (Daisy Ridley), der Droide BB-8 und Finn (John Boyega)Es scheint eine perverse Welt zu sein, wenn „Star Trek“ und „Star Wars“ denselben Regisseur haben, aber diese Welt kann friedlich existieren. Nach dem Verkauf von George Lucas‘ Lebenswerk an Disney nimmt J.J. Abrams sein neues Baby fürsorglich in Empfang. Der an die sechs bisherigen Episoden anknüpfende „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ findet erfolgreich eine Balance zwischen Nostalgie und Weiterentwicklung. Ein vielversprechender Anfang für eine neue Filmreihe.

Zwar lieferte „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ seinerzeit ein absolut abschließendes Ende, doch da sich Geschichte auch im wahren Leben wiederholt, ist es plausibel, dass sich die Bösen wieder etwas haben einfallen lassen und die Rebellion wieder dagegen halten muss. „Das Erwachen der Macht“ liefert sympathische neue Helden, die vor den alten Helden den Hut ziehen dürfen: Oscar Isaac („Inside Llewyn Davis“), John Boyega („Attack the Block“) und Kino-Newcomerin Daisy Ridley. Ihnen gegenüber stehen zwei mit Adam Driver („Frances Ha“) und Domnhall Gleeson („Ex Machina“) fehlbesetzte Bubi-Bösewichte, die, angeführt von einem vollanimierten Dämon (Andy Serkis) allenfalls einen Vor- beziehungsweise Nachgeschmack der dunklen Seite der Macht darstellen. Schwächere „Star Wars“ Hauptantagonisten gab es bis dato nicht.

„Das Erwachen der Macht“ macht Spaß, dank rasanter Action und reichlich Witz. Mit dem selbstironischen Dialog-Humor aus gängigen Actionkomödien treibt es der Film allerdings so weit, dass er sich fast schon auf seine eigene Metaebene begibt, was wiederum wie mangelndes Selbstvertrauen wirkt. Manchmal hat eine Pointe kaum Zeit zum Atmen, da folgt schon die nächste. Humor muss sein, doch „Star Wars“ darf sich ruhig ein bisschen ernster nehmen. Auch visuell fallen neue Eigenheiten auf. Ein türkislastiges Farbkonzept lässt die Sturmtruppen eleganter denn je erscheinen, und spätestens in den Kamerabewegungen offenbart sich J.J. Abrams‘ typische Handschrift. Nichtsdestotrotz fügt sich Episode VII harmonisch in die Saga ein, denn die wichtigsten Markenzeichen bleiben erhalten, von Wischblenden bis zu John Williams majestätischer Musik.

Zunehmende Frauenpower sowie eine selten stimmige Kombination aus computergenerierten und praktischen Effekten lenken das Franchise in die richtige Richtung. Dramaturgisch geht das Drehbuchteam auf Nummer Sicher und stellt den Fan klassischer „Star Wars“-Abenteuer zufrieden, wozu nun mal auch Erklär-Dialoge und absurde Zufälle gehören. Für sich allein stehend gibt „Das Erwachen der Macht“ allerdings noch keine ganz gare Geschichte her. Es handelt sich vor allem um einen Auftakt, der bewusst Luft nach oben lässt.

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1 Kommentar

  1. Fand ich toll. Gerade die jungen, neuen Figuren rocken und geben zusammen mit dem angepassten Look, Star Wars einen modernen Anstrich.

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