Starry Eyes – Träume erfordern Opfer

DVD-Cover Starry Eyes

6/10

Originaltitel: Starry Eyes
USA, BE | 2015 | ca. 100 Min. | FSK: ab 18
Horror
Regie: Kevin Kölsch, Dennis Widmyer
Drehbuch: Kevin Kölsch, Dennis Widmyer
Besetzung: Alex Essoe, Amanda Fuller, Noah Segan u.a.
Kinostart:
DVD/Blu-Ray VÖ: 03.04.15

Links zum Film: IMDb | Wikipedia
Bild © 2015 Turbine Medien GmbH

Worum geht’s?

Sarah arbeitet als Kellnerin, träumt aber vom Durchbruch als Schauspielerin. Beim Vorsprechen für die Hauptrolle in einem Film namens „The Silver Scream“ kann sie nicht überzeugen, doch als eine Vertreterin der Filmfirma bemerkt, wie sich Sarah auf der Toilette vor lauter Frust wehtut, wird sie zur nächsten Runde eingeladen. Sarah erklärt sich dazu bereit, für ihre Traumrolle alles zu geben und beginnt daraufhin, sich unter Einfluss eines ominösen Produzenten immer stärker zu verändern.

Wie ist der Film?

„Starry Eyes“ – ein weiterer Crowdfunding-Erfolg – lehnt sich inhaltlich an den Okkult-Horror der 70er Jahre sowie David Cronenbergs Bodyhorror an, verwendet typische 80er-Jahre-Musik und generiert so einen netten Retro-Chic als Markenzeichen. Die Geschichte spielt allerdings in der Gegenwart und setzt auf schwach ausgeleuchtete Handkamerabilder, womit die Hommage fast wieder verpufft. Letzten Endes zählen möglichst verstörende Gruselszenarien sowie rohe Gewalt, und das beherrschen die Macher.

Kevin Kölsch und Dennis Widmyer erzählen in diesem, einem ihrer ersten Langfilme von Prioritäten im Leben, Persönlichkeitsentwicklung und einer skrupellosen Industrie, sodass die drastischen Bilder einen Drama-Unterbau erhalten. Gleichzeitig verknüpfen die Regisseure ihre Genre-Vorbilder mit eigenen Berufserfahrungen. Reichlich Freude an Gore und wirrem Teufelszeug lässt diese tiefere Bedeutung allerdings nur ansatzweise mitschwingen. „Starry Eyes“ kommt ohne Holzhammer-Botschaften aus, lässt das Publikum dafür aber mit vielen Fragezeichen allein.

Das Herzstück des Films bildet die einprägsame Synthesizer-Musik, gemeinsam mit Hauptdarstellerin Alex Essoe, die überzeugend eine bemerkenswerte Bandbreite zur Schau stellt. Auch die Nebenfiguren sind sehr treffend besetzt. Besonders spaßig ist das Wiedersehen mit Pat Healy aus „The Innkeepers – Hotel des Schreckens“ und „Compliance“. Im fortgeschrittenen Verlauf besticht „Starry Eyes“ durch gelungene, hundsgemeine Makeup-Effekte. Erzählerisch bleibt das Endprodukt sehr schwammig und verstrickt sich in Andeutungen. Summa summarum ein solider Schocker für Fans von Ti Wests „The House of the Devil“.

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