Steve Jobs

Filmposter Steve Jobs

6.5/10

Originaltitel: Steve Jobs
USA | 2015 | 123 Min. | FSK: ab 6
Drama, Biopic
Regie: Danny Boyle
Drehbuch: Aaron Sorkin
Besetzung: Michael Fassbender, Kate Winslet, Seth Rogen u.a.
Kinostart: 12.11.15
DVD/Blu-Ray VÖ: 24.03.16

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

In den 80er und 90er Jahren: Große Menschenmengen sind gespannt auf neue Durchbrüche in der Computertechnik, präsentiert von Steve Jobs, Mitbegründer des Unternehmens Apple. Unmittelbar vor Veranstaltungsbeginn herrscht reger Tumult hinter der Bühne, koordiniert von Jobs rechter Hand Joanna Hoffman. Technische Probleme, aber auch geschäftliche wie private Beziehungen fordern den findigen Unternehmer heraus.

Wie ist der Film?

Kurz nach der gefloppten Filmbiografie „Jobs“ mit Ashton Kutscher starteten Regisseur Danny Boyle („Slumdog Millionär“) und der prädestinierte Drehbuchautor Aaron Sorkin („The Social Network“) einen zweiten Versuch. Wiederholungen mussten umgangen werden, so wählt der Film einen für das Biopic-Genre recht ungewöhnlichen Ansatz: Er konzentriert sich fast ausschließlich auf die Minuten vor wichtigen Produktpräsentationen, die den 2011 verstorbenen Jobs zur Kultfigur machten. Die reduzierte Idee steht und fällt mit ihrer Besetzung.

Ohne nennenswerte optische Ähnlichkeit mit dem Original aufzuweisen, liefert Hauptdarsteller Michael Fassbender („Shame“) eine intensive Interpretation des Apple-Moguls. An seiner Seite spielt eine herausragende Kate Winslet („Der Gott des Gemetzels“), mit der die Chemie einfach stimmt. Unter den Highlights in zweiter Reihe gefällt neben Katherine Waterston („Inherent Vice – Natürliche Mängel“) und Jeff Daniels („Dumm und Dümmehr“) vor allem Seth Rogen („The Interview“), der ganz unverkrampft eine für seine Verhältnisse hochanspruchsvolle Rolle meistert.

„Steve Jobs“ ist ein versiertes Dialog-Feuerwerk. Elegante Zeitsprünge, visuelle Spielereien und das straffe Erzähltempo tun ihr Bestes, um einer etwas anstrengenden Eintönigkeit entgegenzuwirken. Der Vater-Tochter-Konflikt wirkt in die Haupthandlung rund um Apple-Innovationen hineingezwungen, ist jedoch notwendig, um für ein Mindestmaß Abwechslung und Gefühl zu sorgen. Wie ein professionelles Fotoalbum zeigt das Biopic nur wenige ausgewählte, stilisierte Momentaufnahmen mit einem klaren Schwerpunkt. Kühn, den Film „Steve Jobs“ zu nennen, denn für ein umfassendes Bild der titelgebenden Person muss man sich anderweitig umsehen.

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