Stirb Langsam 4.0

Filmposter Stirb Langsam 4.0

7/10

Originaltitel: Live Free or Die Hard
USA | 2007 | 128 Min. | FSK: ab 16
Action
Regie: Len Wiseman
Drehbuch: Mark Bomback, Doug Richardson
Besetzung: Bruce Willis, Justin Long, Timothy Olyphant u.a.
Kinostart: 27.06.07
DVD/Blu-Ray VÖ: 27.10.07

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

Eine Gruppe von Hackern will das gesamte Computer- und Kommunikationsnetz des Landes ausschalten. In ihrer Zentrale haben die virtuellen Terroristen um den genialen Chef-Hacker Thomas Gabriel die ganze Kontrolle über Energiezufuhr, Finanzen und sonstige Wirtschaft des Landes. Der junge Computerexperte Matt Farrell begreift, wie der wahnsinnige Plan funktionieren soll. Sieben seiner Hacker-Konkurrenten wurden schon von Gabriels Leuten getötet. Nun liegt es an John McClane mit seinen guten alten Methoden Matt zu schützen und mit dessen Hilfe Gabriels Team auszuschalten. Als auch noch McClanes Tochter entführt wird, sieht der mehr als erfahrene Polizist rot. Wer den Mann kennt weiß: Ein größerer Sachschaden ist vorprogrammiert…

Wie ist der Film?

So wie im dritten Teil der „Die Hard“-Reihe direkt in der Eröffnungsszene unmissverständlich klar gemacht wurde, dass nicht mehr Weihnachten (wie in den ersten beiden Filmen), sondern Hochsommer ist, gibt sich das neueste Abenteuer um Detective McClane geradezu demonstrativ hochmodern, um die Weiterentwicklung deutlich zu machen. Mehr als ein Jahrzehnt ist seit „Stirb Langsam – Jetzt erst recht“ vergangen, und das sieht man auch. Auch wenn sich Bruce Willis mehr als wacker schlägt, ist ihm sein fortgeschrittenes Alter recht deutlich anzusehen. Doch das ist nicht das Problem.

„Stirb Langsam 4.0“ wurde gänzlich an das neue Jahrtausend angepasst. Dem alternden, nicht austauschbaren Star wird, als Alternative zu einem lustigen Schwarzen, ein angesagter Jungdarsteller zur Seite gestellt (siehe auch „Indiana Jones 4“). Computer beherrschen die Welt. Die bösen Terroristen haben mit ihrer höchstmodernen Technik Informationen und Kontrolle jenseits jeglicher Vorstellungskraft. Eine Veränderung in der Fortsetzung muss natürlich da sein, doch um als moderne Fortsetzung voll und ganz zu überzeugen, hat „Stirb Langsam 4.0“ im allgemeinen Genre des Actionfilms nicht nur den aus heutiger Sicht nostalgischen Charme der alten Filme verloren, sondern auch zu wenig eigene Ideen vorzuweisen.

Die schauspielerischen Leistungen sind insgesamt nicht der Rede wert. Justin Long („Voll auf die Nüsse“) erfüllt seinen Zweck als unfreiwilliger Gefährte. Wo andere in dieser Rolle einfach nur nerven, weiß er mit nicht zu übertriebener Situationskomik zu überzeugen. Die hübsche Mary Elisabeth Winstead macht mit ein paar coolen Sprüchen unzweifelhaft klar, wessen Tochter sie darstellt. Kein Terrorist erreicht das Charisma eines Alan Rickman (aus Teil 1). Hauptsache die Bösen sind so jung, attraktiv und gewitzt wie nie zu vor.

Rein optisch übertrumpft Len Wisemans Actionknaller alles, was McClane in der Vergangenheit so um die Ohren flog. Die Stunts und Effekte wissen zu begeistern, wenn sie nicht gerade ein wenig zu computergeneriert aussehen. Aber es geht ja eh um Computer. Was zählt ist: Je dreckiger Bruce Willis im Film wird, desto mehr wird man überzeugt: John McClane ist zurück!

Der nach wie vor herrlich trockene und supercoole McClane, der sich bei diesem ganzen Computerscheiß nicht wirklich zurechtfindet, bewahrt den Film glücklicherweise vor zu viel Ernsthaftigkeit. Das wichtigste ist eben: Bei all dem neumodischen Kram, mit dem sich der eine eben mehr, der andere weniger anfreunden kann, ist die Hauptfigur noch der Alte. Die obligatorische Gesamtlaufzeit von etwas über zwei Stunden konnte auch ohne Probleme und deutliche Längen beibehalten werden. Und der Oldie, mit dem der wilde Ritt endet, zeigt nochmal, um wen sich die „Stirb Langsam“-Reihe nach wie vor dreht: John McClane; unvergesslich mit dem One-Liner, der auch in „Stirb Langsam 4.0“ nicht fehlen darf: „Yippie-Ya-Yeah, Schweinebacke“!

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