Summer of 84

DVD-Cover Summer of 84

5.5/10

Originaltitel: Summer of 84
CA | 2015 | 109 Min. | FSK: ab 16
Thriller
Regie: François Simard, Anouk Whissell, Yoann-Karl Whissell
Drehbuch: Matt Leslie, Stephen J. Smith
Besetzung: Graham Verchere, Judah Lewis, Tiera Skovbye u.a.
Kinostart:
DVD/Blu-Ray VÖ: 26.10.18

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia

Worum geht’s?

Sommer 1984: Die vier besten Freunde Davey, Tommy, Woody und Curtis schlagen die Zeit tot, als das Verschwinden von Kindern in ihrem Alter das Vorstadtidyll überschattet. Verschwörungstheoretiker Davey hegt einen Verdacht, der sich immer mehr erhärtet: Sein Nachbar, der Polizist Wayne Mackey, muss der gesuchte Serienmörder sein. Davey überzeugt seine Cique davon, der Sache auf den Grund zu gehen.

Wie ist der Film?

Szenenbild Summer of 84Ungeschickt, dass die Hitserie „Stranger Things“ im Grunde alles vorweggenommen und übertrumpft hat, wofür „Summer of 84“ steht. Ohnehin beginnt der Trend um 80er-Jahre-Retro-Chic, sich abzunutzen. Das Regie-Trio François Simard, Anouk Whissell und Yoann-Karl Whissell – genannt RKSS – hatte mit „Turbo Kid“ ein kreatives Langfilmdebüt hingelegt und geht mit „Summer of 84“ einen weiteren Schritt vom B-Movie-Trash in Richtung Mainstream. Der zweite Film des Kollektivs aus Québec ist handwerklich tadellos, dafür aber ohne Biss.

Warum „Summer of 84“ so brav daherkommt, obwohl RKSS für Splatter bekannt sind, liegt auf der Hand: Sie haben ihn nicht selbst geschrieben. Die Drehbuchautoren Matt Leslie und Stephen J. Smith präsentieren nur eine weitere Variation von „Das Fenster zum Hof“, vermischt mit einer weiteren Hommage an Teenie-Gang-Filme à la „Stand by Me – Das Geheimnis eines Sommers“. Was passiert, ist aufgewärmt und absehbar, in keiner Weise originell.

Die vier Nachwuchsdarsteller überzeugen, jeder für sich, doch der Casting-Fehler liegt darin, dass sie mehr einer Boyband gleichen als einer authentischen Clique. Es gibt den Nerd, den Dicken, den Rebell und den süßen Normalo als Identifikationsfigur – diese Stereotypen werden in vielen Jugendgeschichten verwendet, sind hier aber zu plakativ. Hinzu kommt die obligatorische Romanze mit der Stadtschönheit, die etwas erzwungen und halbgar wirkt.

„Summer of 84“ ist ein grundsätzlich charmanter, Nostalgie versprühender Suspense-Thriller mit einem Schuss Horror und schicker Synthesizer-Musik, nach hinten raus ein wenig lang. Nur kommt er ein paar Jahre zu spät, lauer und oberflächlicher als die zahlreichen ähnlichen Werke, mit denen er sich vergleichen muss.

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