Tanz der Teufel

Filmposter Tanz der Teufel

8/10

Originaltitel: The Evil Dead
USA | 1981 | 82 Min. | FSK: ab 18
Horror, Splatter
Regie: Sam Raimi
Drehbuch: Sam Raimi
Besetzung: Bruce Campbell, Ellen Sandweiss, Betsy Baker u.a.
Kinostart: 10.02.84
DVD/Blu-Ray VÖ: 04.10.04

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter | Schnittbericht

Worum geht’s?

Fünf Freunde fahren zu einer gemieteten Waldhütte, um dort Urlaub zu machen. Durch ein mysteriöses Buch und ein Tonband, das die Männer im Keller finden, werden unabsichtlich böse Mächte freigesetzt, die der Gruppe das Leben zur Hölle machen.

Wie ist der Film?

Mit simplen Zutaten schuf Sam Raimi, der 20 Jahre später mit „Spider-Man“ seinen größten Hit landete, einen echten Horrorklassiker, etwa das „Night of the Living Dead“ der 80er Jahre. „Tanz der Teufel“ beweist wieder, dass es kein großes Budget, sondern nur ein gutes Händchen für Kameraarbeit und einen kreativen Kopf mit guten Ideen braucht, um Spannung, Grusel und gute Unterhaltung zu erzeugen.

Gerade weil „Tanz der Teufel“ nicht mit gewaltigen Summen finanziert wurde, besitzt der Film eine Menge Charme, denn die ungewöhnliche Kameraarbeit voller Ich-Perspektiven, wie man sie in einem großen Kinofilm kaum sehen würde, generiert einen ganz eigenen Look mit viel Atmosphäre. So sind die heute überholten Spezialeffekte auch keinesfalls als Störelement zu betrachten, sondern tragen nur zur sympathischen Eigenartigkeit des Films bei. Die fünf unbekannten und unerfahrenen Darstellerinnen und Darsteller, aus denen sich später Bruce Campbell als echte Kultfigur herauskristallisierte, sind allemal Durchschnitt, werden durch die schrillen Makeup-Effekte aber reichlich aufgewertet.

Auch wenn die Inszenierung handwerklich hier und da etwas unsauber geriet, die Dialoge recht hanebüchen ausfallen und das Verhalten der Charaktere manchmal kaum nachzuvollziehen ist, gelang Sam Raimi eine kleine Horror-Perle mit verstörenden Bildern und noch verstörenderen Tönen, die heute längst Kultstatus erreicht hat. Aus dem Wald-Hütte-Keller-Setting holt er das Beste raus und schafft einen atmosphärisch dichten Low-Budget-Streich, der vor Ideen nur so sprüht und sich vom seichten Grusel in eine augenzwinkernde Splatter-Orgie verwandelt. „Tanz der Teufel“ gehört einfach zum Inventar des Kult-Horrors, woran die Indizierung nicht ganz unbeteiligt sein dürfte.

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