Terminator 3 – Rebellion der Maschinen

Terminator 3

6/10

Originaltitel: Terminator 3: Rise of the Machines
USA | 2003 | 105 Min. | FSK: ab 16
Action, Science-Fiction
Regie: Jonathan Mostow
Drehbuch: Michael Ferris, John D. Brancato
Besetzung: Arnold Schwarzenegger, Nick Stahl, Claire Danes u.a.
Kinostart: 31.07.03
DVD/Blu-Ray VÖ: 04.12.03/12.05.09

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter
Szenenbild © Sony Pictures Home Entertainment

Worum geht’s?

Der Tag des Jüngsten Gerichts in den 90ern ist nicht eingetroffen, doch der mittlerweile erwachsene John Connor lebt in ständiger Angst und Isolation. Nicht zu Unrecht, denn aus der Zukunft kommt die Terminatrix T-X mit dem Auftrag, die wichtigsten Menschen der baldigen Widerstandsbewegung gegen die Maschinen zu töten. Ein umprogrammierter Terminator des Typs T-850 reist durch die Zeit hinterher, um John Connor, aber auch eine gewisse Kate Brewster zu beschützen.

Wie ist der Film?

Ohne Beteiligung von James Cameron bricht „Terminator 3“ eine eigentlich abgeschlossene Geschichte nochmal auf, was gar nicht so grausam ist, wie es klingt. Denn die Zeitreisethematik im ‚Terminator‘-Universum eröffnet noch so manchen erzählenswerten Aspekt, und Regisseur Jonathan Mostow sowie seine Autoren halten die Vorgänger durch liebevoll-ironische Querverweise in Ehren.

Szenenbild Terminator 3Bei aller Liebe zu handgemachten Effekten der 80er und 90er – die Tricktechnik des neuen Jahrtausends erlaubt Illusionen, die man so flüssig in keinem ‚Terminator‘-Film zuvor gesehen hat. Dass diesmal ein gewisser Charme fehlt, ist viel mehr der recht neutralen Farbgebung und der völlig beliebigen Musikuntermalung zuzuschreiben. Immerhin Arnold Schwarzenegger zeigt sich in guter alter Topform, trotz zwölfjähriger Pause für seine Paraderolle. Die Modellbezeichnung T-850 (statt T-800) erklärt das ältere Aussehen der Maschine; nichtsdestotrotz kommt der Ex-Bodybuilder seinem Körperbau von 1991 bemerkenswert nahe.

Indem sich die Handlung relativ nah am Ablauf von „Tag der Abrechnung“ bewegt, geht „Rebellion der Maschinen“ auf Nummer sicher, doch gibt es auch genügend neue Einfälle zu verzeichnen. Kristanna Loken funktioniert hervorragend als erste Terminatrix, wobei das Drehbuch gerne noch mehr mit ihren weiblichen Reizen hätte spielen können. Die eigentliche Powerfrau Sarah Connor fehlt, wofür der Film eine erschreckend banale Begründung liefert. Wegen Edward Furlongs Drogenabhängigkeit springt Nick Stahl für die Rolle des John Connor ein, um schließlich mit der fragwürdig besetzten Claire Danes keine Chemie herstellen zu können. In „Terminator 3“ haben die Maschinen eindeutig die Nase vorn.

Teils fast schon zu albern – dafür voller Schwarzenegger-Selbstzitate – läuft „Rebellion der Maschinen“ schließlich auf ein beachtlich konsequentes, ernstes Ende hin, welches das Publikum nicht sonderlich befriedigt, sich aber erfrischend vom Hollywood-Einheitsbrei abhebt. Unterm Strich bleibt eine unterhaltsame, relativ sinnvolle Weiterführung der Saga, mit guter Action und mittelmäßiger Besetzung. Es fehlt im Grunde nur eine markante Handschrift à la Cameron.

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