Texas Chainsaw Massacre – Die Rückkehr

DVD-Cover TCM Die Rückkehr

4.5/10

Originaltitel: The Return of the Texas Chainsaw Massacre
USA | 1994 | 84 Min. | FSK: —
Horror
Regie: Kim Henkel
Drehbuch: Kim Henkel
Besetzung: Renée Zellweger, Matthew McConaughey, Robert Jacks u.a.
Kinostart: 04.07.91
DVD/Blu-Ray VÖ:

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Schnittbericht

Worum geht’s?

Zwei Pärchen verlassen frühzeitig den Abschlussball ihrer Highschool. Im Auto wird angeregt diskutiert, Fahrerin Heather nimmt eine falsche Abzweigung und baut einen Unfall mitten im Nirgendwo von Texas. Auf der Suche nach Hilfe werden die Vier getrennt und landen nach und nach in den Fängen einer mehr als sadistischen Familie.

Wie ist der Film?

Nach dem schrecklichen Satireversuch „Texas Chainsaw Massacre 2“ und dem einfach nur belanglosen „Leatherface: Texas Chainsaw Massacre III“ landet der vierte Teil der Reihe irgendwo dazwischen. Das Ergebnis „Texas Chainsaw Massacre – Die Rückkehr“ könnte schräger kaum sein.
Hierfür kam Kim Henkel – Autor des Originals – zurück und führte Regie, was darauf hindeutet, dass sich hinter dem vermeintlichen Totalausfall ein paar interessante Gedanken verbergen.

Nichts will im Plot so recht zusammenpassen, ein ‚Was zur Hölle?‘-Moment jagt den nächsten, aber gerade darin liegt auch eine gewisse Faszination. Die jungen Hauptfiguren vom Abschlussball besitzen allemal Unterhaltungswert und ergeben sogar Sinn, da Henkel bewusst eine amerikanische Karikatur (naive Highschool-Teenies) auf die andere (geisteskranke Hinterwäldler) treffen lässt. Der Regisseur spielt mit dem Genre, zitiert mehrfach den Originalfilm, nur um ihn dann wieder latent auf die Schippe zu nehmen.

Blutige Gewaltspitzen fehlen weitestgehend, und man vermisst sie auch nicht, da Henkel erneut auf Psychoterror setzt, allerdings bis zur Farce überspannt. Scheinbar aus der Luft gegriffene Wendungen und unkommentierte Auffälligkeiten treiben das Publikum in die Frustration – geben aber auch interessanten Interpretationsspielraum. Mit einer angedeuteten Geheimorganisation, die an die Illuminaten erinnert, führt Henkel gar eine Meta-Ebene ein, die das gesamte Franchise auf den Kopf stellen könnte, lässt sie aber einfach verpuffen. Somit liegen Genie und Wahnsinn in diesem Low-Budget-Chaos nah beieinander.

Fans mögen den geradlinigeren Vorgängerfilm vorziehen, doch mindestens schauspielerisch hat „Texas Chainsaw Massacre – Die Rückkehr“ die Nase vorn. Renée Zellweger („Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück“) und Matthew McConaughey („Interstellar“) überzeugen bereits ganz am Anfang ihrer Kinokarriere und harmonieren gut miteinander. Speziell McConaughey gibt einfach alles. Allein seine Performance, in der er komplett ausrastet, macht den Film sehenswert.

Vom deplatzierten Rock-Soundtrack bis zu den ulkigen Meta-Witzen gibt sich „Texas Chainsaw Massacre – Die Rückkehr“ als regelrechter Anti-Film, der auf seine ganz eigene Art unterhält. Ihn dumm zu nennen wäre naiv, aber ein Zugang für das Publikum wurde nun mal nicht berücksichtigt.

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