The Host

DVD-Cover The Host

6.5/10

Originaltitel: Gwoemul
KR | 2006 | ca. 119 Min. | FSK: ab 16
Drama, Komödie, Thriller, Horror, Science-Fiction
Regie: Bong Joon-ho
Drehbuch: Baek Chul-hyun, Bong Joon-ho, Ha Won-jun
Besetzung: Song Kang-ho, Byeon Hee-bong, Park Hae-il u.a.
Kinostart: 29.03.07
DVD/Blu-Ray VÖ: 20.09.07

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Ascot Elite | film zeit
Bilder © Ascot Elite

Worum geht’s?

Ein mutiertes, aus dem Wasser kommendes Monster greift die Menschen am Ufer des Han-Flusses an, frisst oder verschleppt sie. Aus Furcht vor einer Virus-Epidemie lässt der Staat alle mit dem Monster in Kontakt geratenen Menschen unter Quarantäne setzen. Als die kleine Hyun-seo von dem Monster entführt und in ein Versteck gebracht wird, befreien sich deren Vater, Opa, Tante und Onkel aus den Fängen der Quarantäne und begeben sich auf eine abenteuerliche Suche.

Wie ist der Film?

Der in seinem Herstellungsland kommerziell überaus erfolgreiche vierte Streich des südkoreanischen Regisseurs Bong Joon-ho ist vordergründig ein Monsterfilm, entpuppt sich ob seiner leicht eigenwilligen Struktur jedoch als Satire. Mutig ist allein schon, das (durchaus interessant aussehende) Monster schon so früh gänzlich zu enthüllen. Ein sehr genreunüblicher Kniff, der auch Stein des Anstoßes für eine unter dem einen oder anderen Durchhänger leidenden Dramaturgie ist.

Szenenbild The HostWenn der Spannungsbogen während der stattlichen und vielleicht etwas zu langen Laufzeit auch manchmal schwächelt, hat „The Host“ einige gute Actionsequenzen und Spannungsmomente wie auch viel skurrilen, meist recht trockenen Humor zu bieten. Die verschiedenen Komponenten Tragik, Witz und Monster-Action passen zwar nicht zusammen und bilden auch kein wirklich stimmiges Gesamtbild, stehen sich einander aber auch nie im Wege, das muss man dem Film lassen. Da er ja in erster Linie eine Metapher ist, kann und muss er die Genreregeln auch nicht befolgen.

„The Host“ lässt sich als politisches Sinnbild für die problematische Beziehung zwischen den USA und Südkorea (man achte auf die Darstellung der Amerikaner), nach Belieben auch für die Beziehung zwischen Nord- und Südkorea deuten, mir reichlich Raum für eigene Interpretationen und damit angenehm unaufdringlich. Somit bleibt ein ausgefallen gebauter Monsterfilm mit starkem Creature-Design, ganz ordentlichen Spezialeffekten und solider Figurenzeichnung, stets verpackt in schöne Bilder, durch die wohl ausgefeilte Kameraarbeit. Seltsam, aber gelungen.

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1 Kommentar

  1. 😀 Der Film ist so unfassbar schlecht, dass er schon wieder geil ist!
    Man kann sich auch nie wirklich sicher sein, was tatsächlich ernst gemeint sein könnte und was nicht! ;D

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