The Kids Are All Right

Filmposter The Kids Are All Right

7/10

Originaltitel: The Kids Are All Right
USA | 2010 | ca. 106 Min. | FSK: ab 12
Komödie, Drama
Regie: Lisa Cholodenko
Drehbuch: Stuart Blumberg, Lisa Cholodenko
Besetzung: Annette Bening, Julianne Moore, Mark Ruffalo, Mia Wasikowska, Josh Hutcherson u.a.
Kinostart: 18.11.10
DVD/Blu-Ray VÖ: 31.03.11

Links zum Film:
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Worum geht’s?

Joni und ihr jüngerer Bruder Laser sind mit zwei Müttern aufgewachsen. Als Joni 18 geworden ist, nimmt sie heimlich zum ersten Mal Kontakt mit ihrem biologischen Vater, dem Samenspender, auf. Dieser versteht sich gut mit Joni und Laser, doch als er die Familie besucht, reagieren beide Hälften des lesbischen Ehepaares recht unterschiedlich auf ihn. Ein kleines Gefühlschaos entsteht.

Wie ist der Film?

Das Langfilmdebüt von Regisseurin Lisa Cholodenko ist handwerklich uninteressant. Es konzentriert sich ganz auf Drehbuch, Schauspiel und damit auch die sommerliche, lockere Atmosphäre. Julianne Moore („A Single Man“), Annette Bening („American Beauty“), Mia Wasikowsa („Alice im Wunderland“), Mark Ruffalo („Shutter Island”) und Josh Hutcherson („Mitternachtszirkus“) bilden zusammen ein wunderbares Ensemble, deren Mitglieder sich gegenseitig antreiben, obwohl die Leistung der beiden Dienstältesten ein wenig herausragt. Dabei kommt man auch mal wieder in den Genuss von richtig guten Dialogen. Damit es trotzdem nicht zu trocken wird, überrascht „The Kids Are All Right“ zusätzlich mit ein paar richtig witzigen Momenten.

Diese leichte Indie-Tragikomödie liefert einen interessanten Einblick in eine so noch nicht allzu oft im Kino gesehene Familienkonstellation, an die man sich dank der natürlichen, unverkrampften Inszenierung beachtlich schnell gewöhnt. Der Handlungsverlauf ist rückblickend vorhersehbar und nicht gerade schreiend originell, doch dieser Umstand macht sich dank der beschwingten Grundstimmung zu keiner Zeit auffallend bemerkbar. Der Schluss der Geschichte kommt in gewisser Weise unbefriedigend daher, weil er sich aus der Affäre zieht und einiges offen lässt, darf jedoch auch als mutig bezeichnet werden, weil er kein ausgelutschtes Happy End erzwingt und offenlegt, worum es hier eigentlich geht.

So wendet sich also alles zum Guten und „The Kids Are All Right“ ist unterm Strich ein erfrischend anderes Familienportrait mit gutem Humor, Feingefühl und sehr sehenswertem Ensemble.

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3 Kommentare

    • Wenn es man es so sehen will, dass alle Personen nicht zusammen passen, dann würde ich sagen, dass eigentlich gerade das der Reiz des Films ist…

  1. Ich würde Dir zustimmen, dass Annette Bening und Julianne Moore sehr gut spielen. Die beiden heben den Film etwas über den Durchschnitt. Dennoch fand ich den Film zunächst enttäuschend, weil er doch sehr konventionell, wenn auch recht nett gestrickt ist. Auf der anderen Seite ist es dringend notwendig, dass auch gleichgeschlechtliche Paare in „ganz normalen“ netten Filmen die Hauptrolle spielen.

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