The Return of the First Avenger

Filmposter The Return of the First Avenger

7.5/10

Originaltitel: Captain America: The Winter Soldier
USA | 2014 | 136 Min. | FSK: ab 12
Comicadaption, Science-Fiction, Action
Regie: Anthony Russo, Joe Russo
Drehbuch: Christopher Markus, Stephen McFeely
Besetzung: Chris Evans, Scarlett Johansson, Anthony Mackie, Robert Redford, Samuel L. Jackson, Cobie Smulders u.a.
Kinostart: 27.03.14
DVD/Blu-Ray VÖ: 14.08.14

Links zum Film:
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Worum geht’s?

Nach seinem unfreiwilligen 70jährigen Kälteschlaf hat sich Supersoldat Steve Rogers alias Captain America langsam an die Gegenwart gewöhnt und arbeitet für S.H.I.E.L.D. Als er jedoch auf eine riesige Verschwörung stößt, ist er zum Abtauchen gezwungen. Gemeinsam mit seiner Partnerin Black Widow und einem neuen Verbündeten kämpft der Cap gegen mehrere Attentäter, allen voran der geheimnisvolle Winter Soldier. In einem Netz von Intrigen muss das Trio die Wahrheit ans Licht bringen.

Wie ist der Film?

Mit Captain America kehrt nach Iron Man und Thor der dritte Held in Phase Zwei des Marvel Cinematic Universe für ein Soloabenteuer zurück, bevor die Avengers ein weiteres Mal alle gemeinsam kämpfen. Wer dem Marvel-Universum grundsätzlich nicht abgeneigt ist, aber „Captain America – The First Avenger“ zu patriotisch oder schlicht zu schräg fand, sollte Steve Rogers in „The Return of the First Avenger“ ruhig noch eine Chance geben, denn diese Fortsetzung ist wirklich anders. Wer hingegen schon Teil 1 mochte, findet in Teil 2 eine erfrischende Ergänzung beziehungsweise das ideale Gegenstück.

Während der im Zweiten Weltkrieg angesiedelte „Captain America – The First Avenger“ mit seinen hyperstilisierten Nazi-Bösewichten den Charme eines Indiana-Jones-Films aufblitzen lässt, setzt die Fortsetzung auf authentischere Bilder, die eher an „The Dark Knight“ erinnern. Beides hat seinen Reiz. Zumindest für Marvel-Verhältnisse wirkt die Action in „The Return of the First Avenger“ erstaunlich handgemacht. Viele rohe Zweikämpfe an Originalschauplätzen statt CGI-Gewitter, das hat Stil. Natürlich handelt es sich trotzdem nach wie vor um eine Superheldencomicadaption, die entsprechend mit übermenschlichen Gesten hantiert, und das ist auch in Ordnung so.

Obwohl die Rückkehr des Captain stilistisch eine spannende neue Richtung einschlägt, wurden alle relevanten Details des ersten Teils in die Fortsetzung herübergerettet. So entsteht ein stimmiges Gesamtbild. Überdies erweist sich „The Return of the First Avenger“ als Schlüsselwerk im Franchise, denn es geht um nichts Geringeres als die Zukunft von S.H.I.E.L.D. – die unnahbare Geheimorganisation, die in den anderen Filmen der Reihe stets ihre Finger im Spiel hatte und die Avengers zusammenbrachte. Im Zuge dessen erhält Samuel L. Jackson als S.H.I.E.L.D.-Leiter Nick Fury endlich sein eigenes, dramatisches Abenteuer. Absolut grandios: die versteckte Anspielung auf Jacksons Durchbruchfilm, die so wohl niemand erwartet hätte. Stichwort: Friedhof.

Auch wieder dabei ist Scarlett Johansson als Black Widow, die wie schon in „Iron Man 2“ und „Marvel’s The Avengers“ nebenher für sexy Frauenpower sorgt, es aber nie zu einem eigenen Film gebracht hat. Potential ist vorhanden. Neuzugang Robert Redford („All Is Lost“) erfüllt seinen Zweck als Nick Furys zwielichtiger Kollege. Deutlich sympathischer gibt sich Anthony Mackie („Tödliches Kommando – The Hurt Locker“) als des Captains neuer Partner und Comic Relief. Bei all den Nebenfiguren erhält der titelgebende Protagonist, gespielt vom sagenhaft fitten Chris Evans, immer noch ausreichend Raum, um seine Vergangenheit zu bewältigen. Nichtsdestotrotz ist „The Return of the First Avenger“ in erster Linie ein Film, der das riesige Franchise nach vorne treibt. Schließlich kommt da noch einiges auf uns zu. Als nächstes erst einmal „Guardians oft he Galaxy“.

Die rund 130 Minuten bis zum Abspann, der wie immer abgewartet werden sollte, vergehen fast wie im Flug. „The Return of the First Avenger“ ist eine gelungene, beachtlich eigenständige Fortsetzung mit einem nun wirklich nicht mehr zu patriotischen Helden, einem spannend-geheimnisvollen Bösewicht und einer angemessenen Prise Humor. Sogar Kritik am realen Überwachungsstaat findet ihren Platz. Das ist insgesamt sehr rundes Popcorn-Kino auf einem Niveau, das man dem kommenden Schwall von Marvel-Produktionen nur wünschen kann.

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Captain America – The First Avenger
The First Avenger: Civil War

1 Kommentar

  1. Super Film. Von der Action bis zur Handlung spektakuläres und anspruchsvolles Unterhaltungskino. (Aber die Logikfehler… ;-))

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