Unbreakable – Unzerbrechlich

Filmposter Unbreakable - Unzerbrechlich

7/10

Originaltitel: Unbreakable
USA | 2000 | ca. 107 Min. | FSK: ab 16
Mystery, Thriller, Drama
Regie: M. Night Shyamalan
Drehbuch: M. Night Shyamalan
Besetzung: Bruce Willis, Samuel L. Jackson, Robin Wright Penn, Spencer Treat Clark, Leslie Stefanson u.a.
Kinostart: 28.12.00
DVD/Blu-Ray VÖ: 20.09.01/10.11.08

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

Der Kunstexperte Elijah Price wird mit einer Glasknochenkrankheit geboren, die ihn zu einem Leben in Vorsicht zwingt, bei dem der kleinste Unfall schwere Verletzungen nach sich zieht. Als im Fernsehen von einem schrecklichen Zugunglück berichtet wird, glaubt Elijah, sein Gegenstück gefunden zu haben. Die Entgleisung hat nur ein einziger Mann überlebt: David Dunn, Sicherheitsmann in einem Footballstadion. Und er hat nicht einen Kratzer.

Wie ist der Film?

Mit seiner überaus bedachten Inszenierung zieht M. Night Shyamalan das Publikum in seinen Bann. „Unbreakable“ zelebriert eine geheimnisvolle Ruhe durch sehr lange, schnittlose Sequenzen aus teils ungewöhnlichen Blickwinkeln (auffällig häufig Spiegelbilder) und kühle Farbtöne, die sich mit der Geschichte weiterentwickeln. Die Idee ist verdammt gut: Das Superhelden-Thema aus dem Comic erreicht die Realität. Das Vorhaben ist auf besondere Weise geglückt. Da es jedoch paradox ist, danach immer noch von „Realität“ zu sprechen, muss man eher sagen: „Unbreakable“ spielt in einer eigenen Welt, angelehnt an die Realität. Hat man sich in diese hineingefunden, indem man so einige unglaubwürdige Begebenheiten akzeptiert, versteht es der Film, mit einer eigenartigen Atmosphäre zu packen.

Einfach raffiniert, wie Willis‘ Regencape und Jacksons Anzüge plus Frisur den Superhelden bzw. den schrägen Comic-Bösewicht andeuten. „Unbreakable“ ist voll von solchen Symbolen, die es zu entdecken gilt. Jegliche Action wird durch eine sehr eigene, sorgfältig komponierte Stimmung ersetzt, die ein bekanntes Thema mal ganz anders beleuchtet. So originell, dass wohl keiner mit diesem Film rechnen konnte. Natürlich ist es auch der Präsenz von Bruce Willis und Sam Jackson zu verdanken, dass der Plan aufgeht. Zu erwähnen bleiben die solide Leistung von Robin Wright Penn (Jenny in „Forest Gump“) als Ehefrau in der Krise und Spencer Treat Clark als Sohn, der mit seiner Weinerlichkeit gerade noch erträglich ist.

Die vielen offenen Fragen in der Geschichte sind gut zu verkraften; schade ist nur die müde Auflösung, die wahrscheinlich überraschender sein will als sie ist und den Film zu einem eher mittelmäßigen Ende führt. Doch insgesamt gelang M. Night Shyamalan mit „Unbreakable“ ein respektabler Nachfolger zu seinem Mega-Hit „The Sixth Sense“, bevor er mit seinem Stil in „Signs – Zeichen“ noch einen Schritt weiter ging und in den anschließenden Filmen „The Village – Das Dorf“, „Das Mädchen aus dem Wasser“ und „The Happening“ – unvermeidlich – abbaute.

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The Sixth Sense
Signs – Zeichen
The Village – Das Dorf
The Happening

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