Upside Down

Filmposter Upside Down

5.5/10

Originaltitel: Upside Down
USA, FR, CA | 2012 | 107 Min. | FSK: ab 6
Liebesfilm, Science-Fiction
Regie: Juan Diego Solanas
Drehbuch: Juan Diego Solanas
Besetzung: Jim Sturgess, Kirsten Dunst, Timothy Spall u.a.
Kinostart: 22.08.13
DVD/Blu-Ray VÖ: 16.01.14

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | film zeit
Bilder © Concorde Filmverleih

Worum geht’s?

Zwei Zwillingsplaneten – der eine arm, der andere reich – liegen so nah beieinander, dass sich ihre Berge fast berühren, jedoch haben beide eine eigene Erdanziehungskraft. Die von den verschiedenen Welten stammenden Teenager Adam und Eden verlieben sich ineinander, verlieren sich nach einem Unfall, bei dem Eden ihr Gedächtnis verliert, jedoch aus den Augen. Durch einen beide Planeten verbindenden Konzern nutzt der erwachsene Adam die Möglichkeit, die dort arbeitende Eden wieder für sich zu gewinnen.

Wie ist der Film?

Ein Multimillionen-Dollar-Projekt mit einem Hollywoodstar in der Hauptrolle startet in den Kinos, und praktisch niemand bekommt es mit – so geschah es leider schon mit „Mr. Nobody“, und nun auch mit „Upside Down“, wobei die Tatsache bei Letzterem leichter zu verschmerzen ist, wirkt das hohe Budget in diesem Fall doch weit mehr verschenkt.

Szenenbild Upside DownVerbotene Beziehung im Sci-Fi-Gewand: Hier treffen „Elysium“ und „Another Earth“ auf „Titanic“ und „Für immer Liebe“, nur etwas märchenhafter. Ein einziges Traumbild soll den in Cannes ganz gern gesehenen Regisseur Juan Diego Solanas dazu bewegt haben, „Upside Down“ zu schreiben; leider wirkt das Endprodukt tatsächlich auch nicht allzu viel weiter gedacht. Freilich lebt die Fantasiewelt nach ein paar eigenen Grundregeln, aber trotzdem ist man während der Bilderflut permanent damit beschäftigt, sich aufdrängende Logikfragen auszublenden.

Dass ein beträchtlicher Teil des Films buchstäblich auf dem Kopf steht, ist ja schon anstrengend genug. Hinzu gesellen sich leider noch der völlig übermütige Einsatz von Farbfiltern, -kontrasten und Lichtspielereien sowie der knuffige, aber zum Overacting tendierende und ein bisschen zu sehr wie Frodo Beutlin gestylte Hauptdarsteller Jim Sturgess („Cloud Atlas“). Kirsten Dunst („Melancholia“) ist allerdings gewohnt bezaubernd und schafft es sogar einigermaßen, mit Sturgess zu harmonieren.

Was fürs Auge ist Solanas Vision allemal, doch das Eintauchen fällt schwer. Die Grundidee hat ihren Reiz, Romantik liegt in der Luft und relativ sympathische Nebenfiguren wie die von Timothy Spall („The King’s Speech“) lockern die Szenerie auf, doch vor allem ist „Upside Down“ eine sowohl formal als auch inhaltlich völlig verkitschte Seifenblase mit einer Botschaft, die keine ist: Liebe kann alles überwinden, selbst die Physik. Wobei, eigentlich ja doch nicht. Oder? Wie auch immer. So wirklich Sinn ergibt das alles ohnehin nicht. Schade, diese theatralische Liebesgeschichte mit eher ungelenken Humoreinschüben ist ihren Aufwand nicht wert.

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1 Kommentar

  1. Ich habe nichts von dem Film mitbekommen. Gereizt hat mich die Geschichte um Liebe und Physik. Seichte Abendunterhaltung.
    Leider nutzt der Film nicht das potenzial der Grundidee. Deshalb gehe ich auch mit der Kritik von Philipp konform.

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