Vielleicht lieber morgen

Filmposter Vielleicht lieber morgen

7.5/10

Originaltitel: The Perks of Being a Wallflower
USA | 2012 | ca. 103 Min. | FSK: ab 12
Drama, Coming-of-Age, Romanadaption
Regie: Stephen Chbosky
Drehbuch: Stephen Chbosky
Besetzung: Logan Lerman, Emma Watson, Ezra Miller u.a.
Kinostart: 01.11.12
DVD/Blu-Ray VÖ: 22.03.12

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | film zeit
Bilder © Capelight

Worum geht’s?

1991. Charlie ist noch dabei, mehrere Traumata zu verarbeiten, da muss er sich einem neuen Lebensabschnitt stellen: der Highschool. Dort Freunde zu finden, fällt ihm schwer. Doch schließlich lernt Charlie den schwulen, älteren Mitschüler Patrick und dessen bildschöne Stiefschwester Sam kennen, die ihn in ihre Clique aufnehmen und erfahren lassen, was das Leben bereithält.

Wie ist der Film?

Szenenbild Vielleicht lieber morgenDer 1999 veröffentlichte Briefroman „Das ist also mein Leben“ („The Perks of Being a Wallflower“) genießt eine große Fangemeinde. Umso erfreulicher, dass Autor Stephen Chbosky bei der Verfilmung „Vielleicht lieber morgen“ selbst für Drehbuch und Regie verantwortlich zeichnet. So ist sichergestellt, dass die Seele der ursprünglichen Geschichte trotz notwendiger Kürzungen auf den Film übertragen werden konnte. Die Geschichte ist ein gefühlvolles Abenteuer vom Erwachsenwerden, mit tieferen Abgründen unter der Oberfläche, welche nicht einmal nötig gewesen wären, zumal die üblichen Teenagersorgen hier auch so mit genügend Zugkraft aufbereitet sind.

An sich kennt man schon zur Genüge, wovon „Vielleicht lieber morgen“ erzählt, doch gegen eine einfühlsame weitere Variante ist soweit nichts einzuwenden, besonders bei einer derart guten Besetzung. Hauptdarsteller Logan Lerman ist eigentlich zu gutaussehend, um das titelgebende Mauerblümchen zu sein, doch die Unsicherheit und die Sehnsucht in seinem Spiel überzeugen, und irgendwie muss es ja auch einleuchtend sein, dass die bezaubernde Emma Watson (nach kurzen Auftritten in „My Week with Marilyn“ hier in ihrer ersten Hauptrolle nach der Potter-Ära) sich für ihn interessiert.

Der eigentliche Hingucker aber ist Ezra Miller, der sich nach seiner unheimlichen Darbietung in „We Need to Talk About Kevin“ in der dankbaren Rolle des selbstbewussten Schwulen erst so richtig profilieren und seine Vielseitigkeit beweisen kann – starke Leistung. Auch die Nebenrollen sind hochkarätig besetzt, darunter ein angenehm ernsthafter Paul Rudd („Dinner für Spinner“) als sympathischer Englischlehrer.

Zum einen zeichnet „Vielleicht lieber morgen“ ein arg romantisiertes Bild der (alternativen) Jugendlichen, die einen viel zu coolen, unglaubwürdigen Retromusikgeschmack haben (selbst für eine Handlung, die im Jahr 1991 spielt). Andererseits muss man zugeben, dass dieser Stil funktioniert und wirklich zu berühren weiß. Im Kern steckt ja viel Wahrheit. Das familiäre Trauma des Protagonisten harmoniert dabei nicht so recht mit dem Rest der Geschichte. Auch ohne diese tiefere Ebene ist „Vielleicht lieber morgen“ einfach ein schöner Coming-of-Age-Film.

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1 Kommentar

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