WolfCop

DVD-Cover WolfCop

5.5/10

Originaltitel: WolfCop
CA | 2014 | ca. 79 Min. | FSK: ab 16
Horror, Komödie
Regie: Lowell Dean
Drehbuch: Lowell Dean
Besetzung: Leo Fafard, Amy Matysio, Jonathan Cherry u.a.
Kinostart:
DVD/Blu-Ray VÖ: 18.11.14

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia
Bild © Ascot Elite Home Entertainment

Worum geht’s?

Polizist Lou Garout trinkt gern einen über den Durst und lässt die Kriminalfälle in der Stadt lieber von seiner fleißigen Kollegin lösen. Ohne klare Erinnerung an die vergangene Nacht aufzuwachen ist nichts Neues für Lou, doch irgendwann wird ihm bewusst, dass er einem okkulten Ritual zum Opfer fiel und sich bei Vollmond in einen Werwolf verwandelt. Als übermenschlich starkes Monster macht ihm sein Job sogar Spaß.

Wie ist der Film?

Szenenbild WolfCop„WolfCop“ veranschaulicht, wie viel Kreativität, Frische und Herzblut der Nachwuchs an den Tag legt. Dahinter steckt nämlich eine junge Crew, die ihr Budget von einer Million Dollar bei einem Wettbewerb des kanadischen Förderungsmodells Cinecoup gewann. Eine tolle Aktion für eine höchst sympathische Spaß-Idee, in knapp drei Wochen bei klirrender Kälte abgedreht und leidenschaftlich vermarktet. Im Langfilmformat funktioniert die Idee weniger gut als im Konzept-Trailer, doch bis auf ein paar erzählerische Nachlässigkeiten gaben die Jungs sich löbliche Mühe.

Vor allem mit den aufwändig handgemachten Makeup-Effekten sammelt „WolfCop“ Pluspunkte. Gerade die Verwandlungsszenen – elementarer Bestandteil eines Werwolf-Films – wissen mit ihrem eigenen, ekligen Ansatz zu überzeugen. Der auf Retro gebürstete Soundtrack sorgt für zusätzlichen (Grindhouse-) Charme, während die zackig montierten Bilder eher einem modernen Stil folgen. Auch die gesamte Besetzung ist – bis auf einen arg lächerlichen Gangsterboss – gelungen. Schade, dass sich die Zerstreutheit der Handlung und die Knappheit des Budgets nach hinten raus doch deutlich bemerkbar machen.

Bewusst irrsinnige, ironische Einfälle sind eine Sache, doch bei „WolfCop“ muss man schon von einer unschlüssigen Geschichte sprechen. Nach einem passablen Showdown und dem trägen Schluss war der Spaß etwas zu kurz und löchrig. Hier gibt es reichlich Luft nach oben für den bereits angekündigten zweiten Teil. Generell ist „WolfCop“ weder sehr lustig noch sehr unheimlich, obwohl er als perfekte Mischung aus Horror und Komödie angepriesen wird. Was bleibt, ist immerhin unterhaltsamer B-Movie-Trash mit spürbar viel Herzblut und ein paar schönen Momenten. Nach „Wer – Das Biest in Dir“ schon der zweite kreative Werwolf-Reißer im Heimkino-Herbst 2014.

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