X-Men 2

Filmposter X-Men 2

5.5/10

Originaltitel: X-Men 2
USA | 2003 | ca. 134 Min. | FSK: ab 12
Action, Comicadaption
Regie: Bryan Singer
Drehbuch: Michael Dougherty, Dan Harris, David Hayter
Besetzung: Patrick Stewart, Hugh Jackman, Ian McKellen, Halle Berry, Famke Janssen, James Marsden u.a.
Kinostart: 01.05.03
DVD/Blu-Ray VÖ: 10.11.03/13.05.11

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

Nightcrawler, ein Mutant, der die Fähigkeit der Teleportation besitzt, greift den US-Präsidenten an. Professor Xavier lässt seine Leute der Sache nachgehen, während Militärwissenschaftler William Stryker daran arbeitet, sämtliche Mutanten zu vernichten. Um Strykers Pläne zu vereiteln, müssen Magneto und seine letzte Gefährtin sich mit Xaviers X-Men verbünden. Darüber hinaus entdeckt Logan alias Wolverine in Stryker den Schlüssel zu seiner unklaren Vergangenheit.

Wie ist der Film?

Die riesig angelegte Marvel-Comicadaption geht in die zweite Runde. Regisseur Bryan Singer ist zurückgekehrt, nicht aber Magnetos Handlanger Sabretooth, aus ungeklärten Gründen. Halle Berry – inzwischen Oscar-Gewinnerin („Monster’s Ball“) – bekommt als Storm wenig überraschend etwas mehr Text, aber ihre Rolle bleibt langweilig. Ein neuer, nicht mutierter Bösewicht mit mittelmäßiger Ausstrahlung tritt auf, um Magneto mehr schlecht als recht die Show zu stehlen – in der Comicvorlage ein verrückter Priester, im Film allerdings ein Militärwissenschaftler. Ansonsten haben Fans des ersten Teils nichts Schlimmes zu befürchten.

Eigentlich ist „X-Men 2“ eine in jeder Hinsicht gelungene Fortsetzung: Rückkehr des bekannten Ensembles, stimmige Anknüpfung an den Vorgänger, mehr Action, bessere Effekte und allgemein ein schönerer Look. Dazu eine frische Handlung, hier etwas Humor, da etwas Tragik. Auch diesmal gelingt es Regisseur Bryan Singer und seinem Team, eine ganze Wagenladung voller Charaktere zu koordinieren, nach dem Motto ‚Jeder darf mal dran‘. Einziges Problem: Wer in Teil 1 schon wenig Zugang zur Geschichte finden konnte, erlebt in „X-Men 2“ dasselbe, nur eine halbe Stunde länger. Das in kühlen Blautönen gehaltene Treiben brettert als eine Ansammlung von Andeutungen einfach so über einen hinweg, ohne Zeit für tiefere Einblicke in interessante Details zu haben.

„X-Men 2“ ist ein runder Blockbuster, der die Mutanten-Saga konsequent fortführt. Der charismatische Hugh Jackman kristallisiert sich in der Rolle des Wolverine, Inbegriff animalischer Männlichkeit, umso mehr als Steckenpferd der Serie heraus. Ferner rettet das kultivierte Duell zwischen den Schwergewichten Ian McKellen und Patrick Steward einiges, denn darüber hinaus bleibt „X-Men 2“ – trotz Toleranz-Metapher – clever geschriebenes, aber recht seelenloses Popcornkino. Da findet derartig viel Messen verschiedenster Superkräfte statt, dass selbiges immer egaler zu werden droht.

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