X-Men: Der letzte Widerstand

Filmposter X-Men: Der letzte Widerstand

7/10

Originaltitel: X-Men: The Last Stand
USA | 2006 | ca. 104 Min. | FSK: ab 12
Action, Comicadaption
Regie: Brett Ratner
Drehbuch: Zak Penn, Simon Kinberg
Besetzung: Patrick Stewart, Hugh Jackman, Ian McKellen, Halle Berry, Famke Janssen, Anna Paquin u.a.
Kinostart: 25.05.06
DVD/Blu-Ray VÖ: 23.10.06/13.05.11

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | film zeit | Filmposter

Worum geht’s?

Ein verloren geglaubtes Mitglied der X-Men kehrt zurück, scheint sich zum stärksten Mutanten aller Zeiten entwickelt zu haben und droht, die Seite zu wechseln. Unterdessen veröffentlicht ein Pharmakonzern ein Serum, das sämtliche Mutationen zu heilen vermag. Um zu verhindern, dass die Regierung alle Mutanten in ‚normale‘ Menschen verwandelt, stellt sich der gefährliche Magneto eine ganze Armee zusammen.

Wie ist der Film?

Während Bryan Singer sich lieber der milden Enttäuschung „Superman Returns“ zuwandte, nahm Brett Ratner („Rush Hour“, „After the Sunset“) dessen Platz als neuer „X-Men“-Regisseur ein und verpasste dem Mutanten-Franchise eine Frischzellenkur. „X-Men: Der letzte Widerstand“ ist allein schon auf rein handwerklicher Ebene der beste Teil der vorübergehenden Trilogie. Die Handlung ist vielen Fans ein Dorn im Auge, doch gerade die eigenwilligen Plot-Entscheidungen machen Teil 3 umso interessanter.

Ein überraschender Prolog, dann sofort eine knackige Actionszene als Einstieg – Ratner und seine Autoren wissen, was Spaß macht. Wenn dann die eigentliche Geschichte beginnt, konzentriert sich „X-Men: Der letzte Widerstand“ zu allererst darauf, die bisherigen Beziehungen zwischen den Hauptfiguren zu vertiefen, Konflikte zu schüren. Die obligatorischen neuen Figuren sind eher ein Gimmick. Der Hauptbösewicht heißt wieder Magneto, und dessen Auftritte sind cooler als je zuvor. Schön, wie Teil 3 dem harten Kern des Ensembles treu bleibt.

Überdies ist es nicht irgendeine weitere Bedrohung, die auf die Helden zukommt. „X-Men: Der letzte Widerstand“ ist darauf bedacht, die Helden in den Grundfesten zu erschüttern, denn es geht um nichts Geringeres als die Existenz ihrer Superkräfte; der Unterschied zu allen „normalen“ Menschen steht auf dem Spiel. Und als wäre es nicht genug, opfert „X-Men: Der letzte Widerstand“ schließlich zentrale Charaktere, um anderen mehr Raum zu geben. Ein Schock für so manchen Fan, gleichzeitig aber auch wunderbar mutig und konsequent.

Obwohl der überlange „X-Men 2“ auf der Beliebtheitsskala mit großem Vorsprung vorne liegt, markiert der keine Sekunde zu viel verschwendende „X-Men: Der letzte Widerstand“ den fulminanten Höhepunkt der Trilogie – emotionalere Duelle, noch stimmungsvollere Musik und vor allem ein umwerfender Showdown sprechen dafür. Nicht zuletzt beweisen die neuen Autoren in einigen Zeilen einen hervorragenden Sinn für Humor. Allein Mystiques Anspielung auf „Der Exorzist“ während ihres Verhörs ist köstlich. So machen die Mutanten Laune. Natürlich gibt es wieder zu wenig Zeit für zu viele neue und alte Figuren, doch dieses Problem hat im Grunde jeder „X-Men“-Film, und Teil 3 lässt es dabei wenigstens exzessiv krachen.

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