X-Men

Filmposter X-Men

6/10

Originaltitel: X-Men
USA | 2000 | ca. 104 Min. | FSK: ab 12
Action, Comicadaption
Regie: Bryan Singer
Drehbuch: David Hayter, Tom DeSanto
Besetzung: Patrick Stewart, Hugh Jackman, Ian McKellen, Halle Berry, Famke Janssen, James Marsden u.a.
Kinostart: 31.08.00
DVD/Blu-Ray VÖ: 22.03.01/13.05.11

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

Teenagerin Marie ist schockiert, als sie ihren Freund durch einen Kuss ins Koma versetzt und läuft von Zuhause fort. In Kanada trifft sie auf den Einzelgänger Logan, der mit Faustkämpfen Geld verdient und unverwundbar zu sein scheint. Sie sind Mutanten – Menschen mit außergewöhnlichen Kräften. Nach einem Attentat landen beide in Professor Charles Xaviers Schule für begabte Jugendliche. Xavier setzt sich für die Akzeptanz der Mutanten in der Gesellschaft ein, während sein alter Freund Erik Lensherr alias Magneto die ‚normalen‘ Menschen auslöschen will.

Wie ist der Film?

„X-Men“ läutet feierlich das noch andauernde Zeitalter der Marvel-Comicverfilmungen ein, denn nach düsteren Projekten wie „The Punisher“ (1989) oder „Blade“ (1998) ist es die erste Adaption von Stan Lees ikonischen Charakteren, die erfolgreich auf ein großes Franchise ausgelegt wurde. Die X-Men besitzen im Superheldenkosmos ja auch enormes Potential – ihre Kräfte bedürfen keiner näheren Erklärung, weil sie so geboren wurden, und dafür gibt es ständig neue Exemplare vorzustellen.

So macht es auch Regisseur Bryan Singer („Die üblichen Verdächtigen“). Über die Neulinge Wolverine und Rogue führt der Film das Publikum clever in die Welt der Mutanten ein. Knapp präsentiert Singer eine Vielzahl neuer Charaktere und behält sie durch Zurückhaltung gut unter Kontrolle. Das Große Manko: Während die beiden Identifikationsfiguren Wolverine und Rogue ziemlich ahnungslos bleiben, erhalten all die anderen Figuren erst recht nur eine oberflächliche Behandlung – ganz offensichtlich aus Zeit- und Dramaturgie-Gründen. Daher springt der Funke nur sehr bedingt über.

Durch die Metapher über Fremdenhass und Vorurteile gewinnt der Kampf der Mutanten einen zusätzlichen Reiz, wenn die Geschichte auch wenig aus diesem Subtext herauszuholen weiß. „X-Men“ ist kurzweiliges Fantasy-Kino mit kreativen, aus heutiger Sicht nicht immer überzeugen Effekten und einem leicht kitschigen Showdown – bedingt durch den abgeschmackten Austragungsort. Zum Glück heben die erfahrenen Shakespeare-Mimen Patrick Steward und Ian McKellen das Niveau des Ensembles deutlich an. Die Beziehung zwischen Professor Xavier und Magneto macht viele leise Momente zu den spannendsten. Den Rest erledigt der charismatische Musicaldarsteller Hugh Jackman, der hier zum Actionhelden mutiert, als hätte er nie etwas anderes gemacht.

Trotz zahlreicher Baustellen nicht überladen, aber auch nicht sehr bewegend, erweist sich „X-Men“ als solider Auftakt, der bewusst einige Fragen offen lässt, um sich erst in Fortsetzungen so richtig entfalten zu können.

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