Zack and Miri Make a Porno

Filmposter Zack and Miri Make a Porno

4.5/10

Originaltitel: Zack and Miri Make a Porno
USA | 2008 | 102 Min. | FSK: ab 16
Komödie
Regie: Kevin Smith
Drehbuch: Kevin Smith
Besetzung: Seth Rogen, Elisabeth Banks, Craig Robinson, Jason Mewes, Traci Lords, Katie Morgan u.a.
Kinostart: 13.08.09
DVD/Blu-Ray VÖ: 12.03.10

Links zum Film:
IMDb | Wikipedia | Filmposter

Worum geht’s?

Zack und Miri, schon seit Schulzeiten gute Freunde, teilen sich eine Wohnung. Als das Geld trotzdem nicht mehr zum Bezahlen von Rechnungen und Miete reicht, wird den beiden kurzerhand der Saft abgedreht. Eine schnelle Idee für schnelles Geld muss her. Die hat Zack nach einem Klassentreffen: Wenn man keine Optionen mehr hat, ist ein selbstgedrehter Porno die Rettung in der Not.

Wie ist der Film?

Sex sells – weiß Kevin Smith schon lange und geht mit „Zack and Miri Make a Porno“ nach seiner New-Jersey-Reihe in die Vollen. Wie immer lebt der Spaß vom gesprochenen Wort aus Smiths Feder, lockerflockig aufgeführt von einem bunt zusammengewürfelten aber prächtig harmonierenden Ensemble. Die Rolle des Zack ist für den Comedy-Durchstarter Seth Rogen („Beim ersten Mal“) wie geschaffen und Elisabeth Banks („Der Fluch der 2 Schwestern“) ist überraschend überzeugend als dessen hübsche weibliche Version Miri. Unter den urkomischen Nebenfiguren, allen voran Craig Robinson („Ananas Express“), geben sich mit Traci Lord und Katie Morgan sogar zwei echte Pornogrößen die Ehre – welch Sahnehäubchen.

Seine altbewährte Rezeptur für höchst gelungene Figuren und Dialoge beherrscht Smith nach wie vor. Im doppelten Sinne in die Hose ging diesmal jedoch die Handlung: Nicht nur, dass die aus dem Boden gestampfte Pornoproduktion im Hauptteil haarsträubend unglaubwürdig daherkommt; Smith stößt sein Publikum schließlich auch noch mit der enttäuschend konservativen Romantik-Wende vor den Kopf und entzaubert seinen ach so frechen Film als eine schräge Variante der altbekannten Geschichte über die Entwicklungen in einer geschlechterübergreifenden Freundschaft. „Zack and Miri Make a Porno“ ist so explizit, wie es der Titel verspricht, doch trotzdem verbirgt sich in dem heißen Stoff auch viel heiße Luft.

Der sorgfältig durchkomponierten Kameraarbeit steht diesmal ein mehr als fraglicher Inhalt gegenüber. Wo Smiths „Jay und Silent Bob schlagen zurück“ sich ganz bewusst als reine Blödelei präsentiert, soll „Zack and Miri Make a Porno“ trotz all der überspitzen Albernheiten und „just for fun“-Szenen in der Realität verankert sein – und erleidet auf diese Weise eine Bruchlandung. Vulgarität und Romantik vermischte Smith 1997 meisterhaft in „Chasing Amy“. Diesmal fehlt dem Mix jedoch die Stimmigkeit sowie die Seele und wirkt zu sehr wie ein Mittel zum Zweck.

Oberflächlich betrachtet bietet „Zack and Miri Make a Porno“ einen sehr hohen Spaßfaktor samt vieler sympathischer, herrlich abgedrehter Figuren, inklusive freudigem Wiedersehen mit einigen von Smiths Stammschauspielern (- fraglich ist nur, ob Jason Mewes, bekannt als Jay, durch sein splitternacktes Auftreten nicht einen gewissen Mythos zerstört). Für die breite Masse funktioniert der Film wunderbar als besonders dreiste Form der Romantik-Komödie. Nur bei näherem Hinsehen ist die seltsam verzerrte Beziehungsgeschichte „Zack and Miri Make a Porno“ kaum mehr als eine krude Fingerübung des Meisters der Fanboy-Gespräche und F-Wörter.

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1 Kommentar

  1. War okay, liess zum Ende hin etwas nach. Hoffe es kommt mehr von Elisabeth Banks. Das grösste Manko war WO und WIE ich es mir anschaute – das ist die Art Film die wir früher bei den elternfreien Feten in Papa’s Partykeller heimlich nach 22 Uhr in den VHS-Rekorder reingeschoben haben, nachdem wir das eine oder andere Bier intus hatten. Den sollte man sich nicht alleine anschauen sondern gemeinsam ablachen.

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